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Brandenburg So sind die Ministerien unter den Koalitionspartnern aufgeteilt
Brandenburg So sind die Ministerien unter den Koalitionspartnern aufgeteilt
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21:04 25.10.2019
Darauf einen Smoothie: Ursula Nonnemacher (Grüne), Michael Stübgen (CDU) und Dietmar Woidke (SPD). Quelle: dpa
Potsdam

Die Brandenburger Landesregierung wird künftig zehn statt bislang neun Minister haben. Wie aus Regierungskreisen verlautet, wird aber kein wirklich neues Ministerium gegründet. Stattdessen wird der Leiter der Staatskanzlei künftig einen Ministerrang haben. Das heißt: Die Regierungszentrale von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird deutlich gestärkt. Welches Personal noch zum Kabinett gehören könnte – ein Überblick.

 

Martin Gorholt (SPD) Quelle: dpa

Chef der Staatskanzlei ist seit Juni 2018 SPD-Routinier Martin Gorholt (63). Gorholt war von 2005 bis 2008 Bundesgeschäftsführer der SPD. Beobachter halten den Mann aus Hamm für den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Chefposten in der Staatskanzlei.

Finanzen und Europa

Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD) wird als Allzweckwaffe gehandelt. Sie soll auf jeden Fall einen Ministerposten erhalten – vermutlich Finanzen. Die 47-Jährige Prignitzerin, die aus Brandenburg/Havel stammt, hat für die SPD die Kenia-Verhandlungen geführt.

Bildung, Jugend und Sport

Britta Ernst (SPD) Quelle: dpa

Im Bildungsministerium hat Britta Ernst (58) Ende 2017 die Amtsgeschäfte von Günter Baaske übernommen. Ernst war zuvor Schulministerin in Schleswig Holstein. Verheiratet ist die Hanseatin mit Vizekanzler Olaf Scholz. Sie gilt als gesetzt.

Wirtschaft, Arbeit und Energie

Jörg Steinbach Quelle: dpa

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (63) würde sehr gern weiter machen. Der Ex-Präsident der Technischen Uni in Cottbus ist Lausitzexperte und steckt tief im Thema Kohleausstieg. Seit Ende September 2018 ist der SPD-Mann Ressortchef.

Wissenschaft, Forschung und Kultur

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur geht an die SPD, doch die Besetzung steht noch nicht fest. Die Bundestagsabgeordnete Manja Schüle wird nach ihrem überzeugenden Auftritt in den Kenia-Verhandlungen als mögliche Besetzung genannt.

Innen und Kommunales

Michael Stübgen, kommissarischer Parteivorsitzender der CDU Brandenburg Quelle: dpa

Das Innenministerium soll der kommissarische CDU-Chef Michael Stübgen (60) übernehmen – er soll auch Woidke-Vize werden. Bislang war er Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. Stübgen ist gelernter Pfarrer und sitzt seit 1990 im Bundestag.

Infrastruktur und Landesentwicklung

Das Verkehrsministerum wollte eigentlich die SPD haben, nun bekommt es die CDU. Allerdings ist noch unklar, wer für Straßenbau, Schienenwege, Bauangelegenheiten und andere spannende Themen verantwortlich sein wird.

Justiz

Das Justizministerium geht an die CDU, allerdings ist die Besetzung noch unklar. Ex-Justizministerin Barbara Richstein wird gehandelt – die ist aber schon Landtags-Vize. Ebenso ist Rechtsexperte Danny Eichelbaum im Gespräch.

Soziales, Gesundheit, Verbraucher

Ursula Nonnemacher, Grüne Quelle: dpa

Ursula Nonnemacher (62) ist nicht nur die fleißigste Rednerin im Landtag, sie soll auch Vize-Ministerpräsidentin werden. Die Ärztin aus Falkensee (Havelland) wird aller Voraussicht nach das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz leiten.

Landwirtschaft, Umwelt, Klima

Axel Vogel, Grüne Quelle: dpa

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt geht wahrscheinlich an Axel Vogel (63). Der Grünen-Politiker ist seit 1990 in Brandenburg – geholt hatte ihn Matthias Platzeck. In den 1980er-Jahren saß er für zwei Jahre im Bundestag.

>> Lesen Sie dazu auch: Der Koalitionsvertrag – ein Pakt mit Pathos

Von Ulrich Wangemann

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