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Brandenburg Spekulationen um Maskenmann – CDU fordert Konsequenzen
Brandenburg Spekulationen um Maskenmann – CDU fordert Konsequenzen
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16:51 16.05.2015
Der Angeklagte Mario K. verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Ordner. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Kurz vor Prozessende gibt es im Maskenmann-Fall neue Spekulationen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, ist das Alibi eines kurzzeitig tatverdächtigen früheren Brandenburger Polizisten erschüttert worden. Die MAZ hatte bereits im März berichtet, dass es einen Hinweis auf einen Polizisten gegeben habe, der aber nicht verfolgt wurde.

Der Tagesspiegel berichtet nun, es würde Indizien geben, die gegen den einstigen Beamten sprechen. Dieser hatte demnach Geldsorgen, kannte die Opferfamilien und die Umgebung der Tatorte. Der Mann wurde sogar observiert. Weil er aber ein Alibi vorweisen konnte, wurden die Ermittlungen eingestellt. Nun wird das Alibi durch seine Ex-Frau erschüttert. Diese wurde von der Polizei bislang nicht befragt.

Brandenburger CDU fordert neue Beweisaufnahme

Der innenpolitische Sprecher der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion, Björn Lakenmacher, hat am Sonnabend gefordert, dass die Beweisaufnahme im Maskenmann-Prozess erneut aufgerollt werden müsse. Außerdem solle ein neuer Staatsanwalt die Ermittlungen übernehmen. Es gehöre zu den Grundfesten eines Rechtsstaates, „dass die Bürger Vertrauen in die Arbeit von Polizei und Justiz haben“. Dieses werde allerdings durch die neuesten Enthüllungen erschüttert, sagt Lakenmacher. Deswegen sollten die richtigen Konsequenzen aus den bekanntgewordenen Indizien gezogen werden.

Der Angeklagte wird nur durch Indizien belastet

Die neuen Spekulationen bilden einen vorläufigen Höhepunkt im spektakulären Maskenmann-Prozess. In diesem muss sich der Angeklagte Mario K. wegen Entführung verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat kürzlich in einem Plädoyer gefordert, Mario K. zu einer lebenslänglichen Haftstrafe zu verurteilen. Es spreche eine Anzahl von Indizien gegen ihn.

In dem Kriminalfall geht es um drei Überfälle 2011 und 2012 auf Millionärsfamilien in Ostbrandenburg und um die Entführung eines Managers auf eine Schilfinsel, um Lösegeld zu erpressen. Bei einem der Überfälle war ein Wachmann von dem maskierten Täter angeschossen worden, der die Tochter einer Millionärsfamilie im Visier hatte. Das Opfer sitzt seither im Rollstuhl.

Angeklagt ist ein 47-jährigen früheren Dachdecker, der die Vorwürfe bestreitet. Die Staatsanwaltschaft hat in dem Indizienprozess vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Nebenklage hat darüber hinaus Sicherungsverwahrung verlangt. An diesem Freitag (22. Mai) soll der Prozess mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt werden.

Ein Fall mit politischer Brisanz

Mehrere Beamte kritisierten im Prozess, dass sich die Polizeispitze frühzeitig auf den obdachlosen Dachdecker Mario K. als Verdächtigen festgelegt und nicht in alle Richtungen ermittelt habe. Das spielt seit Anfang des Gerichtsverfahrens im Mai 2014 der Verteidigung in die Hände, die die Unschuld ihres Mandanten beteuert. Mario K., der sich selbst nicht äußert, sei nicht der Maskenmann. Beweise gegen den Berliner gibt es nicht. Es ist ein reiner Indizienprozess.

Außerdem war ein Gutachten aufgetaucht, dass die Sportlichkeit des Angeklagten in Zweifel zog. Ein Arzt hatte dem 47-Jährigen bescheinigt, wegen einer Knieoperation nur bedingt springen zu können. Deswegen hätte er die ihm zu Last gelegte Tat nicht begehen können.

Der Maskenmann-Prozess erreichte wegen der Polizei-Kritik auch die Politik. Der frühere Polizeipräsident Arne Feuring soll die Ermittlungen im Maskenmann-Fall behindert haben. Er wurde dafür scharf kritisiert. Nach der Landtagswahl im Herbst 2014 wechselte er schließlich als Staatssekretär in Brandenburger Innenministerium.

Von MAZonline

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