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Brandenburg 157 neue Corona-Infektionen in Brandenburg – Inzidenz steigt
Brandenburg

Neuinfektionen und Inzidenz: Corona-Update für Brandenburg am 2.03.2021

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11:22 02.03.2021
Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Brandenburg Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Der Start war holprig, dann fehlte auch noch Impfstoff. (Symbolbild)
Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Brandenburg Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Der Start war holprig, dann fehlte auch noch Impfstoff. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / dpa Themendienst
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Potsdam

Innerhalb eines Tages seien von den Gesundheitsämtern 157 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Das waren 75 Ansteckungen innerhalb eines Tages mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg am Dienstag um 27 Fälle auf insgesamt 3015.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg leicht an auf 65,3. Für Bund und Länder ist diese Sieben-Tage-Inzidenz für weitere Lockerungen ein wichtiges Kriterium. Die höchsten Werte verzeichneten aktuell die Landkreise Elbe-Elster mit 130,6 und Oberspreewald-Lausitz mit 132,6. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte lagen unter der 100er-Marke. Potsdam hatte mit 36,6 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz.

Aktuell sind 3560 Menschen erkrankt, 172 weniger als am Vortag. 70.130 Menschen gelten als genesen, das sind 302 mehr als am Vortag. Gut 184.000 Corona-Schutzimpfungen wurden bis zum Montag im Land verabreicht. Davon haben 108.655 Menschen eine erste Impfung erhalten, 75.456 Menschen wurden bereits das zweite Mal geimpft.

Auch interessant: Corona in Brandenburg: Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog

Deutschlandweit 3943 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3943 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 358 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3883 Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.25 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 65,4 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,8). Vor vier Wochen, am 2. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 90 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Viele Infektionen werden nicht erkannt

Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.451.011 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.03., 5.25 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.264.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.463.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,01 (Vortag 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Impfungen werden mit Technik des Hasso-Plattner-Instituts trainiert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) damit begonnen, mit Hilfe des HPI medizinisches Personal aus aller Welt für sichere Corona-Impfungen zu schulen. Dafür habe die WHO auf der Internetplattform OpenWHO, die von dem Potsdamer Institut bereitgestellt wird, einen zweistündigen Kurs in englischer Sprache freigeschaltet. Dieser solle die Grundkenntnisse vermitteln, um besonders gefährdete Menschen je nach den Prioritäten der Staaten als Erste gegen das Coronavirus zu impfen, teilte das HPI mit.

Jeder Interessierte habe nach einer Anmeldung Zugriff auf d.ie mittlerweile 267 Angebote der Plattform, so das HPI. Dazu solle in Kürze neben einem weiteren Kurs zum Erarbeiten nationaler Impfpläne auch eine Wissensbasis gehören. „Die darin versammelten Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage sollen Verantwortlichen helfen, auf Ereignisse in ihren Ländern einzugehen, die das Vertrauen in Impfungen untergraben könnten, berichtete das Potsdamer Institut.

„Wir sind froh, es geschafft zu haben, dass die WHO mit unserer Plattform-Technologie durch derartige Kurse bereits mehr als zwei Millionen Experten des Gesundheitswesens aller Mitgliedsländer direkt erreichen und schnell schulen kann“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel. „Seit Dezember 2019 schnellen die Nutzungszahlen in die Höhe - auf nunmehr gut 4,6 Millionen Kurseinschreibungen.“

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Welche Ansprechpartner gibt es, wann sind Tests sinnvoll?

„Ein Corona-Test ist sinnvoll, wenn er medizinisch indiziert ist, das heißt, akute Symptome vorliegen“, sagt die Sprecherin der Kassenärtzlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg, Ute Menzel. „Auch anlassbezogene Testungen können sinnvoll sein, wenn es etwa in einem Pflegeheim oder in einem Betrieb zu einem Ausbruch kommt.“ Nicht zielführend sind aus ihrer Sicht „ Tests nach dem Gießkannenprinzip“.

Falls Sie Sorgen haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben: Rufen Sie ihren Hausarzt an. Gehen Sie auf keinen Fall ohne telefonischen Kontakt in die Praxis und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Menschen.

Sollten Sie ihren Hausarzt nicht erreichen, wählen Sie die 116117 des Kassenärztlichen Bereitschaftsdiensts. Bei medizinischen Fragen wird Ihnen hier rund um die Uhr geholfen. Nur bei akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, wählen Sie den Notruf 112.

Lesen Sie auch Hier bekommen Sie einen Test in Potsdam

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030/346 465 100. Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Außerdem hat das Land Brandenburg eine zentrale Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 03381/866-5050 erreichbar, und zwar montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 17 Uhr. Zudem können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die neue E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de übermitteln.

Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 / 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr.

Auch beim Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon geschaltet unter 0331 / 8683777. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax unter 030 / 340 60 66 07 oder E-Mail an info.gehoerlos@bmg.bund.de. Gebärdentelefon: www.gebaerdentelefon.de/bmg

Was ist die Corona-Warn-App?

Seit dem 16. Juni kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung über den App-Store oder Google-Play-Store auf Smartphones heruntergeladen werden. Sie soll helfen, mögliche Kontakte mit infizierten Personen schnell festzustellen, um Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Personen, die sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben, werden über die App darüber informiert.

Im normalen Alltag läuft das Programm im Hintergrund. Über Bluetooth erkennt es andere Handys mit der App, dann werden gegenseitig zufällige, verschlüsselte Codes gespeichert. Diese erlauben, so die Regierung, keine Rückschlüsse auf den Nutzer oder den Standort. Die wichtigsten Fragen zur Corona-Warn-App beantworten wir hier.

Nützliche Web-Adressen

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier

Auch das Robert Koch-Institut (RRI) stellt aktuelle Informationen zum Coronavirus bereit und sammelt die Fallzahlen aus ganz Deutschland. Dort ist auch die Liste der Risikogebiete im Ausland zu finden

Reisehinweise und -Warnungen sammelt das Auswärtige Amt auf seiner Website

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben unter www.116117.de Erklärvideos zu den wichtigsten Fragen zum Virus zusammengestellt. 

Von MAZonline