Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg 673 gemeldete Neuinfektionen in Brandenburg – 37 weitere Todesfälle
Brandenburg

Neuinfektionen und Inzidenz: Corona-Update für Brandenburg am 22.01.2021

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:01 22.01.2021
Abstrich im Covid-19-Testzentrum im BER. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Anzeige
Potsdam

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg innerhalb eines Tages um 673 gestiegen, zudem gab es 37 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Das meldet das Potsdamer Gesundheitsministerium. Zwei Brandenburger Kreise meldeten jedoch am Freitag keine aktuellen Zahlen.

Seit Beginn der Pandemie sind in Brandenburg insgesamt 64.482 Menschen nachweislich erkrankt und es gab 2.054 Sterbefälle.

Anzeige

Aktuell an Covid-19 erkrankt sind 14.690 Menschen, 548 weniger als am Vortag. Die Zahl der genesenen Patienten stieg um 1.178 auf 47.738.

Brandenburgs Corona-Hotspot ist der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit einem Wert von 389,4. Für Bewohner von Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sind touristische Reisen und Sport außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um den Landkreis oder die kreisfreie Stadt verboten.

Betroffen davon sind (Stand: 22. Januar) zehn Landkreise und kreisfreie Städte. Der 15-Kilometer-Sperrkreis gilt zunächst für fünf Tage, wenn die 200 einmal überschritten wurde – unabhängig davon, wie sich der Inzidenzwert in dieser Zeit entwickelt. Nach diesen fünf Tagen fällt die Regel, sobald die Inzidenz wieder 200 unterschreitet.

Mit Stand vom Freitag werden aktuell 1021 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, 225 von ihnen liegen auf Intensivstationen. 157 Intensivpatienten mussten beatmet werden.

Landesweit sind 602 von 716 Intensivbetten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Freitag hervorgeht. 114 Intensivbetten sind demnach noch frei.

>>> Corona in Brandenburg: Die aktuellen Entwicklungen im Liveblog

Deutschlandweit 20.398 Neuinfektionen

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 2,1 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.862 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab.

Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.106.262. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Außerdem wurden 859 weitere Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 115,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 50.642. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.780.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,93 (Vortag: ebenfalls 0,87.) Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Lesen Sie auch:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) damit begonnen, mit Hilfe des HPI medizinisches Personal aus aller Welt für sichere Corona-Impfungen zu schulen. Dafür habe die WHO auf der Internetplattform OpenWHO, die von dem Potsdamer Institut bereitgestellt wird, einen zweistündigen Kurs in englischer Sprache freigeschaltet. Dieser solle die Grundkenntnisse vermitteln, um besonders gefährdete Menschen je nach den Prioritäten der Staaten als Erste gegen das Coronavirus zu impfen, teilte das HPI mit.

Jeder Interessierte habe nach einer Anmeldung Zugriff auf die mittlerweile 267 Angebote der Plattform, so das HPI. Dazu solle in Kürze neben einem weiteren Kurs zum Erarbeiten nationaler Impfpläne auch eine Wissensbasis gehören. „Die darin versammelten Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage sollen Verantwortlichen helfen, auf Ereignisse in ihren Ländern einzugehen, die das Vertrauen in Impfungen untergraben könnten, berichtete das Potsdamer Institut.

„Wir sind froh, es geschafft zu haben, dass die WHO mit unserer Plattform-Technologie durch derartige Kurse bereits mehr als zwei Millionen Experten des Gesundheitswesens aller Mitgliedsländer direkt erreichen und schnell schulen kann“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel. „Seit Dezember 2019 schnellen die Nutzungszahlen in die Höhe - auf nunmehr gut 4,6 Millionen Kurseinschreibungen.“

Der Newsletter direkt aus dem Newsroom

Die Top-Themen, die Brandenburg bewegen - und alle Infos zur Corona-Pandemie. Täglich von der Chefredaktion in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Welche Ansprechpartner gibt es, wann sind Tests sinnvoll?

„Ein Corona-Test ist sinnvoll, wenn er medizinisch indiziert ist, das heißt, akute Symptome vorliegen“, sagt die Sprecherin der Kassenärtzlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg, Ute Menzel. „Auch anlassbezogene Testungen können sinnvoll sein, wenn es etwa in einem Pflegeheim oder in einem Betrieb zu einem Ausbruch kommt.“ Nicht zielführend sind aus ihrer Sicht „ Tests nach dem Gießkannenprinzip“.

Falls Sie Sorgen haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben: Rufen Sie ihren Hausarzt an. Gehen Sie auf keinen Fall ohne telefonischen Kontakt in die Praxis und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Menschen.

Sollten Sie ihren Hausarzt nicht erreichen, wählen Sie die 116117 des Kassenärztlichen Bereitschaftsdiensts. Bei medizinischen Fragen wird Ihnen hier rund um die Uhr geholfen. Nur bei akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, wählen Sie den Notruf 112.

Lesen Sie auch Hier bekommen Sie einen Test in Potsdam

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030/346 465 100. Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Außerdem hat das Land Brandenburg eine zentrale Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 03381/866-5050 erreichbar, und zwar montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 17 Uhr. Zudem können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die neue E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de übermitteln.

Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 / 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr.

Auch beim Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon geschaltet unter 0331 / 8683777. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax unter 030 / 340 60 66 07 oder E-Mail an info.gehoerlos@bmg.bund.de. Gebärdentelefon: www.gebaerdentelefon.de/bmg

Was ist die Corona-Warn-App?

Seit dem 16. Juni kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung über den App-Store oder Google-Play-Store auf Smartphones heruntergeladen werden. Sie soll helfen, mögliche Kontakte mit infizierten Personen schnell festzustellen, um Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Personen, die sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben, werden über die App darüber informiert.

Im normalen Alltag läuft das Programm im Hintergrund. Über Bluetooth erkennt es andere Handys mit der App, dann werden gegenseitig zufällige, verschlüsselte Codes gespeichert. Diese erlauben, so die Regierung, keine Rückschlüsse auf den Nutzer oder den Standort. Die wichtigsten Fragen zur Corona-Warn-App beantworten wir hier.

Nützliche Web-Adressen

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier

Auch das Robert Koch-Institut (RRI) stellt aktuelle Informationen zum Coronavirus bereit und sammelt die Fallzahlen aus ganz Deutschland. Dort ist auch die Liste der Risikogebiete im Ausland zu finden

Reisehinweise und -Warnungen sammelt das Auswärtige Amt auf seiner Website

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben unter www.116117.de Erklärvideos zu den wichtigsten Fragen zum Virus zusammengestellt. 

Von MAZonline