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Brandenburg 685 Neuinfektionen in Brandenburg – 35 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – Inzidenz sinkt auf 155,1
Brandenburg

Neuinfektionen und Inzidenz: Corona-Update für Brandenburg am 28.01.2021

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10:45 28.01.2021
22.01.2021, Brandenburg, Sieversdorf: Eine Frau trägt eine FFP2 Schutzmaske an einer Bushaltestelle (gestellte Aufnahme). Die Brandenburger müssen noch bis mindestens Mitte Februar mit dem Corona-Lockdown leben - und mit einer verschärften Maskenpflicht. Das Kabinett verlängerte die geltenden Beschränkungen am Donnerstag bis vorerst zum 14. Februar. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
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Potsdam

In Brandenburg sank der sogenannte Sieben-Tage-Wert bei den Neuansteckungen mit dem Coronavirus am Wochenende unter 200, am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium einen Wert von 155,1. Am Vortag lag der Wert bei 163,0 und vor einer Woche bei rund 225 Neuansteckungen auf 100.000 Personen.

685 Menschen infizierten sich innerhalb eines Tages (Stand: 28. Januar) nach Angaben des Ministeriums nachweislich mit dem Coronavirus. Die meisten Neuinfektionen wurden am Donnerstag im Kreis Ostprignitz-Ruppin mit 62 neuen Fällen registriert. Damit sind es in Brandenburg seit Frühjahr 2020 insgesamt 67.721 bestätigte Corona-Fälle.

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Ostprignitz-Ruppin ist weiterhin Hotspot

Hotspot ist weiterhin der Kreis Ostprignitz-Ruppin. Am Donnerstag lag hier der Wert bei 316,6 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Im Kreis Spree-Neiße ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert dahingegen etwas gesunken: Dort lag der Wert am Donnerstag bei 245 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Brandenburg müssen Kitas schließen, wenn die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über 300 steigt. Ansonsten dürfen sie öffnen.

35 Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

>>> Corona in Brandenburg: Die aktuellen Entwicklungen im Liveblog

Deutschlandweit 17.553 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 20.398 Neuinfektionen und 1013 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 98 – erstmals seit Ende Oktober unter der Schwelle von 100. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.178.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28. Januar, 9.50 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 54.913. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit etwa 1.866.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,87 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Lesen Sie auch:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach Angaben des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) damit begonnen, mit Hilfe des HPI medizinisches Personal aus aller Welt für sichere Corona-Impfungen zu schulen. Dafür habe die WHO auf der Internetplattform OpenWHO, die von dem Potsdamer Institut bereitgestellt wird, einen zweistündigen Kurs in englischer Sprache freigeschaltet. Dieser solle die Grundkenntnisse vermitteln, um besonders gefährdete Menschen je nach den Prioritäten der Staaten als Erste gegen das Coronavirus zu impfen, teilte das HPI mit.

Jeder Interessierte habe nach einer Anmeldung Zugriff auf die mittlerweile 267 Angebote der Plattform, so das HPI. Dazu solle in Kürze neben einem weiteren Kurs zum Erarbeiten nationaler Impfpläne auch eine Wissensbasis gehören. „Die darin versammelten Informationen auf wissenschaftlicher Grundlage sollen Verantwortlichen helfen, auf Ereignisse in ihren Ländern einzugehen, die das Vertrauen in Impfungen untergraben könnten, berichtete das Potsdamer Institut.

„Wir sind froh, es geschafft zu haben, dass die WHO mit unserer Plattform-Technologie durch derartige Kurse bereits mehr als zwei Millionen Experten des Gesundheitswesens aller Mitgliedsländer direkt erreichen und schnell schulen kann“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel. „Seit Dezember 2019 schnellen die Nutzungszahlen in die Höhe - auf nunmehr gut 4,6 Millionen Kurseinschreibungen.“

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Welche Ansprechpartner gibt es, wann sind Tests sinnvoll?

„Ein Corona-Test ist sinnvoll, wenn er medizinisch indiziert ist, das heißt, akute Symptome vorliegen“, sagt die Sprecherin der Kassenärtzlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg, Ute Menzel. „Auch anlassbezogene Testungen können sinnvoll sein, wenn es etwa in einem Pflegeheim oder in einem Betrieb zu einem Ausbruch kommt.“ Nicht zielführend sind aus ihrer Sicht „ Tests nach dem Gießkannenprinzip“.

Falls Sie Sorgen haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben: Rufen Sie ihren Hausarzt an. Gehen Sie auf keinen Fall ohne telefonischen Kontakt in die Praxis und vermeiden Sie Kontakt mit anderen Menschen.

Sollten Sie ihren Hausarzt nicht erreichen, wählen Sie die 116117 des Kassenärztlichen Bereitschaftsdiensts. Bei medizinischen Fragen wird Ihnen hier rund um die Uhr geholfen. Nur bei akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, wählen Sie den Notruf 112.

Lesen Sie auch Hier bekommen Sie einen Test in Potsdam

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030/346 465 100. Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Außerdem hat das Land Brandenburg eine zentrale Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 03381/866-5050 erreichbar, und zwar montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 17 Uhr. Zudem können die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die neue E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de übermitteln.

Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 / 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr.

Auch beim Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon geschaltet unter 0331 / 8683777. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr.

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax unter 030 / 340 60 66 07 oder E-Mail an info.gehoerlos@bmg.bund.de. Gebärdentelefon: www.gebaerdentelefon.de/bmg

Was ist die Corona-Warn-App?

Seit dem 16. Juni kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung über den App-Store oder Google-Play-Store auf Smartphones heruntergeladen werden. Sie soll helfen, mögliche Kontakte mit infizierten Personen schnell festzustellen, um Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Personen, die sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben, werden über die App darüber informiert.

Im normalen Alltag läuft das Programm im Hintergrund. Über Bluetooth erkennt es andere Handys mit der App, dann werden gegenseitig zufällige, verschlüsselte Codes gespeichert. Diese erlauben, so die Regierung, keine Rückschlüsse auf den Nutzer oder den Standort. Die wichtigsten Fragen zur Corona-Warn-App beantworten wir hier.

Nützliche Web-Adressen

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hier

Auch das Robert Koch-Institut (RRI) stellt aktuelle Informationen zum Coronavirus bereit und sammelt die Fallzahlen aus ganz Deutschland. Dort ist auch die Liste der Risikogebiete im Ausland zu finden

Reisehinweise und -Warnungen sammelt das Auswärtige Amt auf seiner Website

Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben unter www.116117.de Erklärvideos zu den wichtigsten Fragen zum Virus zusammengestellt. 

Von MAZonline