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Brandenburg Niedrigwasser in Spree und Schwarzer Elster bleibt ein Problem
Brandenburg Niedrigwasser in Spree und Schwarzer Elster bleibt ein Problem
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15:03 28.08.2019
Seit Wochen fehlt der Regen in vielen Regionen Brandenburgs. Das Wasser in den Seen und Flüssen wird immer knapper –auch die Schwarze Elster leidet unter der Trockenheit. Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa
Cottbus

Die anhaltende Trockenheit hinterlässt weiter spürbare Auswirkungen in den Flüssen Spree und Schwarze Elster, die sogar teilweise ausgetrocknet ist. Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe „Extremsituation“ mit Vertretern aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Trotz vereinzelter Niederschläge habe sich die Niedrigwassersituation nicht entspannt, teilten die Experten am Mittwoch mit.

Mit Wasserabgaben, vor allem aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf sowie der Talsperre Spremberg in Brandenburg konnte der Abfluss in die Spree auf dem niedrigen Niveau von 1,5 Kubikmeter pro Sekunde gehalten werden. Normal sind im August 12,8 Kubikmeter pro Sekunde, wie die Arbeitsgruppe weiter mitteilte.

Sachsen gibt Millionen Liter Wasser ab

Damit die Spree aufgefüllt werden kann, wurde mit Sachsen eine Abgabe von 20 Millionen Kubikmeter Wasser für das gesamte Jahr vereinbart. Davon seien bereits 16,6 Millionen Kubikmeter abgegeben worden, hieß es. Mit den verbliebenen 3,4 Millionen Kubikmetern und den Wasserreserven in der Talsperre Spremberg könnten die Spreewasserstände bis voraussichtlich Ende September auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Ernster ist die Lage hingegen in der Schwarzen Elster. Oberhalb von Senftenberg liegt der Fluss nach Angaben der Arbeitsgruppe vollkommen trocken. Nur durch Stützung unter anderem aus dem Speicherbecken Niemtsch bei Senftenberg konnte der Fluss auf einem unteren Level stabilisiert werden. Im Speicherbecken beträgt die Wasserreserve den Angaben zufolge nur noch eine Millionen Kubikmeter. Mit strenger Bewirtschaftung der Ressourcen und bei gleichbleibenden Wetterbedingungen ist die touristische Nutzung des Senftenberger Sees jedoch zumindest bis Ende September gesichert.

Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Grünen sagte, nun räche sich, „dass die Brandenburger Landesregierung kein Konzept zum Umgang mit den Bergbaufolgeseen in der Lausitz hat.“

 

Von RND/dpa

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