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Brandenburg Nirgends liegen mehr Bomben im Boden als in Brandenburg
Brandenburg Nirgends liegen mehr Bomben im Boden als in Brandenburg
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16:39 26.12.2018
Dieses Jahr entschärft: 250-Kilogramm-Fiegerbombe aus Potsdam. Foto: Archiv/Julian Stähle Quelle: Stähle/Archiv
Potsdam

Auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind dieses Jahr in Brandenburg wieder rund 296 Tonnen Kampfmittel gefunden worden. Darunter waren viele Weltkriegsbomben, wie das Innenministerium am Mittwoch berichtete. Zur Entschärfung oder Sprengung von vier Blindgängern mussten in Potsdam jeweils Tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen. Auch in der Döberitzer Heide wurde eine Bombe gefunden und gesprengt. „Zudem brachten auch die Waldbrände im Sommer den Kampfmittelbeseitigungsdienst an seine Grenzen“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). „Denn viele der brennenden Flächen waren mit Kampfmitteln belastet.“

Am 3. August 2018 wird in der Landeshauptstadt Potsdam eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Brandenburg bundesweit an der Spitze

Als Brandursache könnten daher Handwaffenmunition oder andere Kampfmittel mit Phosphorfüllung in einigen Fällen nicht ausgeschlossen werden. Auch 2017 waren in Brandenburg nach Angaben des Ministeriums rund 300 Tonnen Kampfmittel geborgen worden. Trotz großer Anstrengungen weise Brandenburg immer noch den höchsten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten aller Bundesländer auf. Lokale Schwerpunkte seien Oranienburg, Potsdam, die Oder-Neiße-Linie und das Gebiet südlich von Berlin. Schröter dankte den Bürgern, die sich bei den notwendigen Evakuierungen diszipliniert verhalten hätten. „Der Krieg hat einen langen Atem“, sagte der Minister. „Er kann auch über 70 Jahre nach seinem Ende noch immer töten.“

Kein Einsatz in Oranienburg

In der besonders belasteten Stadt Oranienburg (Oberhavel) mussten die Bomben-Entschärfer in diesem Jahr nicht anrücken. Dort waren so viele US-amerikanische Bomben mit chemischen Langzeitzündern abgeworfen worden, wie in keiner anderen Region Deutschlands. Seit 1991 wurden dort bereits mehr als 200 Großbomben entschärft oder gesprengt. In der Landeshauptstadt Potsdam wurden seitdem mehr als 190 große Blindgänger unschädlich gemacht. Aus dem Sacrow-Paretzer Kanal wurden im Bereich der Autobahnbrücke der A10 im vergangenen Jahr insgesamt 13 Brandbomben geborgen. Somit waren es dort seit April 2016 insgesamt 34 Brandbomben ab einem Gewicht von 50 Kilogramm.

RND/dpa/MAZ

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