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Brandenburg Noten veröffentlicht: Mathe-Abi fällt schlecht aus
Brandenburg Noten veröffentlicht: Mathe-Abi fällt schlecht aus
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16:14 21.07.2017
Konzentration bitte: Abiturprüfung in einer Turnhalle. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburgs Abiturienten haben in Mathe trotz Wiederholungstermin deutlich schlechter abgeschnitten als im Vorjahr. Das geht aus einer Notenübersicht hervor, die das Bildungsministerium am Freitag veröffentlichte. Demnach lag die Durchschnittsnote bei 6,8 Punkten. Das entspricht einer vier plus. Im vergangenen Jahr erreichten die Schüler eine 8,0 und damit eine glatte drei. Die Noten in der Oberstufe werden auf einer Skala von eins (ungenügend) bis 15 (sehr gut) angegeben.

Differenzierter wird das Bild, wenn man sich die Unterschiede zwischen der Haupt- und der Nachprüfung anschaut. In der Hauptprüfung, in der die schwierige Logarithmus-Aufgabe vorkam, kamen die Abiturienten auf eine 7,3. Beim Wiederholungstermin holten die 2600 Mathe-Nachschreiber im Schnitt nur eine 6,0. Die Ersatzaufgaben waren also entweder schwerer, oder die Wiederholungsgruppe war hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit schlechter zusammengesetzt.

Deutlich mehr Probleme als in den Vorjahren

Wenn man die Ergebnisse der Hauptprüfungstermine aus den vergangenen Jahren vergleicht, zeigt sich auch hier, dass der 2017er-Jahrgang deutlich mehr Probleme mit Mathe hatte:

– Schuljahr 2013/14: 7,8 Punkte

– Schuljahr 2014/15: 7,5 Punkte

– Schuljahr 2015/16: 8,0 Punkte

– Schuljahr 2016/17: 7,3 Punkte

Grund für das in diesem Jahr insgesamt schlechtere Abschneiden könnten die für die Schulen immer noch neuen Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife sein, teilte das Ministerium mit. Sie waren 2012 von der Kultusministerkonferenz beschlossen worden. „Die gemeinsam verabschiedeten Bildungsstandards aller Bundesländer sind gut für ein vergleichbares Abitur, das ja alle wollen. Ein ‚Abi light‘ ist in Brandenburg nicht zu haben“, sagte Minister Günter Baaske (SPD).

Ministerium: Aufgabe war gut lösbar

Das Ministerium verwies darauf, dass die als zu schwierig monierte Logarithmus-Aufgabe in der Hauptprüfung mit insgesamt 50 Prozent in die Mathe-Note eingeflossen ist. Wenn also ein Schüler diese Aufgabe nicht lösen konnte, seien ihm 50 von 100 Punkten abgezogen worden. Er hätte also maximal sechs Punkte erreichen können. Es hätten aber zwei Drittel aller Schüler im Haupttermin Einsen und Zweien erreicht, wofür sie also die schwierige Aufgabe bewältigen mussten. Dies zeige, dass die Aufgabe gut lösbar gewesen sei.

Allerdings handelte es sich bei der Aufgabe um eine Wahlaufgabe. Wie viele Schüler tatsächlich die schwere Variante mit der ungewöhnlichen Logarithmus-Frage bearbeitet haben, konnte das Ministerium auf Nachfrage nicht erklären.

Auch Linke will Akten sehen

Nach der oppositionellen CDU will nun auch die Linke Akteneinsicht zum Mathe-Abi nehmen. „In einer Situation, wo gegensätzliche Behauptungen im Raum stehen, will ich mir selbst einen Überblick verschaffen“, sagte die Bildungspolitikerin Kathrin Dannenberg. „Gleichzeitig möchte ich zu einer Klärung des Sachverhaltes beitragen – insbesondere zum Kontrollvorgang der Aufgaben des Mathematikabiturs.“

Die CDU hatte dem Land bei der Vorbereitung des diesjährigen Abiturs Organisationsversagen vorgeworfen. Der Bildungsexperte der Fraktion, Gordon Hoffmann, hatte bei der Akteneinsicht festgestellt, dass mehrere Fachlehrer deutlich davor gewarnt hatten, dass der Stoff „unterrichtsfern“ sei und „eigentlich nur am Rande“ behandelt werde. Außerdem durchlief die fragliche Aufgabe nur zwei statt der vorgesehenen drei Kontrollrunden. Baaske hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Hoffmann forderte von Baaske eine Entschuldigung: „Das Abi-Chaos ist hausgemacht und hätte locker vermieden werden können. Statt sich weiter in halbgaren Ausreden zu verstricken, muss Minister Baaske jetzt endlich die Reißleine ziehen. Eine Entschuldigung bei Brandenburgs Lehrern, Schülern und Eltern ist das Mindeste.“

Von Torsten Gellner

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