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Brandenburg 38,6 Grad: Der heißeste Ort Deutschlands liegt in Brandenburg
Brandenburg 38,6 Grad: Der heißeste Ort Deutschlands liegt in Brandenburg
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00:32 29.06.2019
Im Wasser lässt es sich aushalten: Ein Ehepaar schwimmt an einem Modellboot vorbei. Quelle: Thomas Warnack/dpa
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Potsdam

Der kleine Ort Coschen im Landkreis Oder-Spree hat am Mittwoch gegen 15 Uhr den absoluten deutschen Hitzerekord für den Monat Juni gesprengt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) Potsdam vermeldete 38,6 Grad. „Das ist die höchste Temperatur, die in Brandenburg im Monat Juni seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnung gemessen wurde“, sagt der diensthabende Meteorologe Robert Noth gegenüber der MAZ.

Coschen übertraf knapp die bisher höchste je in ganz Deutschland im Juni gemessene Temperatur. Die lag am 27. und 28. Juni 1949 im baden-württembergischen Bühlertal bei 38,5 Grad, wie DWD-Sprecher Andreas Friedrich ergänzt. „Brandenburg ist derzeit der Hotspot“, so Friedrich. Das war anders als erwartet, denn eigentlich sollte es deutschlandweite Höchsttemperaturen im Südwesten geben. Dort wurden aber – etwa in Mannheim – am Mittwochnachmittag „nur“ 36 Grad Celsius gemessen.

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Einen individuellen Juni-Rekord brach auch die Landeshauptstadt Potsdam. Hier wurden am Mittwochnachmittag 37,0 Grad Celsius gemessen. Der bisherige Höchstwert im Juni lag in Potsdam bei 36,6 Grad und wurde am 21. Juni 2000 gemessen.

Bisher Brandenburg und Cottbus an der Spitze

Bislang hielt die Stadt Brandenburg an der Havel den Junirekord. Dort wurden am 21. Juni 2000 38,0 Grad Celsius gemessen. Besonders heiß ist es auch in der kreisfreien Stadt Cottbus. Sie liegt mit 37,6 Grad Celsius aber immer noch unter dem bisherigen Junirekord.

„Tendenziell kann es noch heißer werden“, sagt Noth. In der Regel werden die höchsten Temperaturen am späten Nachmittag erreicht. So sei der Hitzerekord auch erst in der letzten halben Stunde vor 15 Uhr erreicht worden.

Die bisher absolut höchste in Brandenburg je gemessene Temperatur beträgt 39,2 Grad. Sie wurde am 9. August 1992 in Lübben (Dahme-Spreewald) gemessen. Auch in Potsdam selbst ist noch „Luft“ nach oben. Die größte Potsdamer Hitze betrug bisher 38,6 Grad Celsius und plagte die Landeshauptstadt am 9. August 1992.

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Von Rüdiger Braun