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Brandenburg Tote Wildschweine auf der Oderinsel: Zaun soll bis Donnerstag stehen
Brandenburg

Oderinsel: Zaun soll Verbreitung der Schweinepest aufhalten

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12:18 14.10.2020
Feuerwehrleute und freiwillige Helfer suchen im Kerngebiet der Afrikanischen Schweinepest an der polnischen Grenze nach toten Wildschweinen. Zuvor waren tote und sterbende Wildschweine auf Oderinsel entdeckt worden. Quelle: Bernd Settnik/dpa
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Küstrin-Kietz

Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest: Nach der Sichtung von zahlreichen Wildschweinen wird die Oderinsel vor Küstrin-Kietz mit einem doppelreihigen Elektrozaun gesichert. „Der Zaun soll bis morgen stehen und dafür sorgen, dass die Wildschwein-Rotten auf der Insel bleiben“, sagte der Sprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, Thomas Behrendt am Mittwoch.

Dafür würden auch Futterstellen für die Tiere eingerichtet. Eine Bejagung der Wildschweine sei nicht vorgesehen. „Es ist nach den bisherigen Erfahrungen am aussichtsreichsten, wenn man dafür sorgt, dass die Tiere an ihrem Standort bleiben“, sagte Behrendt.

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Tote und sterbenskranke Wildschweine entdeckt

Auf Bildern von Drohnenkameras waren am Wochenende Dutzende tote und offensichtlich sterbenskranke Wildschweine entdeckt worden. Es gebe auf der Insel auch noch viele gesunde Tiere, sagte der Sprecher. Die Insel an der Grenze sei ein beliebter Rückzugsort für Wildschweine, die zwischen Polen und Deutschland pendelten.

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Bei dem Wildschwein-Kadaver, das bei einer großangelegten Suchaktion am vergangenen Samstag bei Bleyen entdeckt worden war, habe die Analyse im Landeslabor einen positiven Befund ergeben, berichtete Behrend. Dies wäre der dritte Fall im Landkreis, sagte er. Der Befund müsse aber noch vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt werden.

Von RND/dpa