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Brandenburg Paaren: Berliner AfD wählt Kristin Brinker als neue Parteispitze
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Paaren im Glien: Berliner AfD wählt Kristin Brinker als neue Parteispitze

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09:47 14.03.2021
13.03.2021, Brandenburg, Paaren/Glien: Kristin Brinker (M), neue Landesvorsitzende der Berliner AfD, wird beim Landesparteitag der Berliner AfD zur gewonnen Wahl beglückwünscht.
13.03.2021, Brandenburg, Paaren/Glien: Kristin Brinker (M), neue Landesvorsitzende der Berliner AfD, wird beim Landesparteitag der Berliner AfD zur gewonnen Wahl beglückwünscht. Quelle: Christoph Soeder/dpa
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Paaren

Die Berliner AfD wird künftig von Kristin Brinker geführt. Auf einem Parteitag in Paaren im Havelland setzte sich die Finanzexpertin der Abgeordnetenhausfraktion am Samstag nur denkbar knapp und erst im vierten Wahlgang gegen die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch durch.

Auch interessant: Berliner AfD-Parteitag in Paaren - So lief die Gegendemonstration

Nachdem es in drei Wahlgängen praktisch ein Patt gab, stimmten beim vierten Anlauf 122 Delegierte für Brinker und 120 für von Storch. Ein Delegierter lehnte beide Kandidatinnen ab, zwei enthielten sich. Das Votum entspricht einer Zustimmung von 50,2 Prozent für Brinker. Hätte sie nur eine Stimme weniger bekommen, hätte es nicht zur notwendigen Mehrheit gereicht.

Zuvor hatte die Delegierten mit knapper Mehrheit eine Doppelspitze abgelehnt und für einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende votiert. Sie durchkreuzten damit Pläne von Storchs und des Fraktionschefs im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, eine Doppelspitze zu bilden. Pazderski trat daraufhin gar nicht erst zur Wahl an.

Brinker gilt schon seit längerem als innerparteiliche Gegnerin Pazderskis und war mit dem Anspruch angetreten, im Superwahljahr „frischen Wind“ in die Partei zu bringen. Zudem kündigte sie an, Gräben zu überwinden und alle Strömungen der AfD mit ins Boot nehmen zu wollen, um geschlossen in den Wahlkampf für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zum Bundestag am 26. September zu gehen.

Demonstrationen gegen den AfD-Parteitag in Paaren

Seit gut einem Jahr hatte die Berliner AfD keinen regulär gewählten Vorstand und wurde seither kommissarisch von dem Europaabgeordneten Nicolaus Fest geführt. Mehrfach musste sie geplante Parteitage absagen, weil sie keine Räumlichkeiten fand. Schließlich wich sie nach Brandenburg aus, wo rund 300 Delegierte zusammenkamen.

Auch interessant: Liveticker zum Landesparteitag der Berliner AfD im Havelland

Vor dem Veranstaltungsort, einem Freizeitpark, versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen zu einem Gegenprotest, darunter Brandenburger Landespolitiker von SPD, Linken und Grünen. Dazu aufgerufen hatten das Bündnis gegen Rechts Falkensee, andere Initiativen aus der Region sowie linke Gruppen aus Berlin. Ein Sprecher des Bündnisses gegen Rechts wertete die Protestaktion als „starkes Zeichen gegen Hetze, Intoleranz und Rassismus“.

Von MAZonline, dpa