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Brandenburg Parkinson-Forschung vor dem Durchbruch?
Brandenburg Parkinson-Forschung vor dem Durchbruch?
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18:37 03.04.2017
Professor Georg Ebersbach Quelle: MAZ
Potsdam

Ein Grund zur Hoffnung: Jüngste Erfolge in der Parkinson-Forschung lassen darauf schließen, dass die Krankheitssymptome künftig nicht nur gelindert, sondern das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten werden kann. „Parkinson ist noch nicht heilbar“, erklärte Georg Ebersbach, Parkinsonspezialist und Chefarzt des Neurologischen Fachkrankenhauses Beelitz/Heilstätten (Potsdam-Mittelmark). „Doch wir stehen am Beginn einer neuen Ära.“

Gemeinsam mit anderen Experten der Deutschen Parkinsongesellschaft stellte Ebersbach am Montag in Berlin die neuesten Entwicklungen in der Forschung vor. Die wohl außergewöhnliche Erkenntnis der Wissenschaft hätten die Forscher ihrem Ziel ein entscheidendes Stück nähergebracht: Parkinson in einem frühen Stadium zu erkennen und zu stoppen.

Ist Früherkennung der Schlüssel?

Für eine erfolgreiche Therapie wird der Früherkennung eine große Bedeutung zuteil, da die Behandlung einsetzen sollte bevor der Patient sichtbar erkrankt.

Derzeit wird nach Wegen gesucht, wie das Absterben der Nervenzellen aufgehalten werden kann. „Ein Durchbruch in der Parkinsontherapie scheint greifbar“, sagte Daniela Berg, stellvertretende Vorsitzende der Parkinsongesellschaft. „Wir können die Symptome gut kontrollieren, aber keine Behandlung packt Parkinson an der Wurzel“, erklärte Berg. „Wir haben in den letzten Jahren viele entscheidende Mechanismen verstanden, wie Parkinson entsteht und warum die Krankheit schleichend fortschreitet.“ National und international stünden derzeit mehrere innovative Therapieansätze, welche die parkinsonsche Krankheit an der Wurzel packen sollen, auf dem Prüfstand, erklärte die Neurologin von der Universitätsklinik in Kiel.

Deutsche Arbeitsgruppe gab Anstoß

Eine deutsche Arbeitsgruppe fand nun heraus, dass Parkinson Jahre vor Ausbruch der motorischen Einschränkungen in der Haut festestellbar ist. Mit einer Biopsie, also der Entnahme von Gewebematerial, können die Forscher Parkinsonpatienten frühzeitig identifizieren, so dass eine Ausweitung der Krankheit verhindert werden kann.

Momentan werden Parkinsonpatienten unter anderem mit dem Medikament Levodopa behandelt, das den durch die Krankheit bedingten Dopaminmangel im Gehirn ausgleicht. Helfen Medikamente nicht mehr, kann ein „Hirnschrittmacher“ das Gehirnnetzwerk mittels Stromstößen wieder ausbalancieren.

Zahlen lassen sich nur schätzen

Die Zahl der in Brandenburg an Parkinson erkrankten Patienten kann laut den Beelitzer Kliniken nur geschätzt werden. Man muss mit etwa 160 bis 200 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner rechnen. Deutschlandweit gibt es schätzungsweise 280 000 Betroffene, die unter der im Volksmund auch als Schüttellähmung bekannten Krankheit leiden.

In Brandenburg findet mit der Tulip-Gala, die auch von der MAZ unterstützt wird, jährlich die größte Benefiz-Veranstaltung zugunsten von Parkinsonprojekten statt. Im vergangenen Herbst wurden dabei 52 400 Euro eingenommen.

Von Lisa Neumann

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