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Brandenburg AfD wählt Gauland erneut zum Vorsitzenden
Brandenburg AfD wählt Gauland erneut zum Vorsitzenden
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15:30 19.04.2015
Alexander Gauland bleibt AfD-Vorsitzender Quelle: dpa
Pritzwalk

Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland ist am Sonnabend mit großer Mehrheit erneut zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt worden. Bei der Abstimmung in Pritzwalk kam er auf 88,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das hat die Partei am Sonnabend auf ihrer Facebook-Seite bekannt gegeben. Gauland war der einzige Kandidat, der zur Wahl stand.

Gauland teilt gegen Kritiker aus

Zuvor hatte er in einer viel beklaschten Rede seinen umstrittenen Kurs bekräftigt und heftig gegen Kritiker ausgeteilt. Die Alternative für Deutschland seine keine Partei des Bürgertums, sagte der 74-Jährige bei dem Treffen in Pritzwalk in der Prignitz. Er unterstrich seinen Kurs, die Gegner von Flüchtlingsheimen zu unterstützen. „Wir sind im Moment die Partei der kleinen Leute.“ Daher müsse die AfD auch die Themen ihrer Wähler ansprechen: „Wir sind für die Menschen da, die nicht, ohne gefragt zu werden, in ihrer Nachbarschaft ein Asylbewerberheim haben wollen.“

Gauland wenig bekümmert von Parteiaustritten

In der AfD hatte es kurz vor dem Parteitag heftig gekracht. Zwei prominente Mitglieder waren aus der Partei ausgetreten. Darunter der Vorsitzender der AfD-Fraktion in der Potsdamer Stadtversammlung, Lothar Wellmann. Er kritisierte den "national-völkischen Kurs" der Partei und kritisierte damit direkt Alexander Gauland, der nach Wellmanns MEinung die AfD in eine rechte Ecke dränge. Gauland ging am Sonnabend darauf ein. „Ich habe in meinem Leben noch nie völkische Ansichten geäußert“, entgegnete Gauland unter großem Applaus. „Wer das glaubt, gehört auch nicht in die Partei.“

Auch der Vorsitzende im der AfD-Fraktion im Kreistag von Märkisch Oderland hatte die Partei verlassen. Er nannte als Grund, dass der Landesvorstand ihn drängen wollte, einen rechten Abgeordneten in die Fraktion aufzunehmen. Darauf ging Gauland am Sonnabend zunächst nicht ein.

Scharfe Kritik an Olaf Henkel

In der AfD herrscht seit geraumer Zeit ein scharfer Richtungsstreit zwischen bürgerlich-liberalen Politikern und national-konservativen Kräften. Das bestimmte auch den Parteitag und Gaulands Rede Der AfD-Europaabgeordnete Hans-Olaf Henkel und seine Freunde verfolgten den falschen Weg, Anschlussfähigkeit an die CDU und FDP zu suchen, sagte Gauland dazu. „Wir wollen eine Alternative zu vielem sein, nicht nur zum Euro.“ An die gut hundert anwesenden Mitglieder richtete er einen Appell zur Geschlossenheit: „Ich kenne keine Flügel, keine Strömungen mehr, keine konservativen oder liberalen, ich kenne nur die Brandenburger AfD.“

MAZonline

Kommentar von Igor Göldner

Gauland - oder nichts

Brandenburgs AfD bleibt Gauland-Partei. Wie sehr der 74-Jährige mit seinen Positionen zu Ausländern und Asyl selbst die eigenen Reihen und dort vor allem die Wirtschaftsliberalen der Bundespartei verstört, seine Landespartei hält ihrem Vorsitzenden uneingeschränkt die Treue. Dafür spricht nicht nur das deutliche Wahlergebnis, es gab auch sonst kaum Kritik am sehr rechtslastigen Kurs des Alexander Gaulands. Die Risse in der Partei, die die Austritte zweier Lokalpolitiker im Vorfeld zeigten, spielten keine Rolle oder wurden als hinzunehmendes Übel einer neuen Partei heruntergespielt.

Gauland – oder nichts. So stellt sich die AfD derzeit in Brandenburg dar. Aber wie lange trägt das? Die Wieder-Wahl läutete zugleich den langsamen, aber sicheren Abschied des Frontmannes und Parteimitgründers ein. Noch einmal hat der sich in die Pflicht nehmen lassen. Wohl aus gutem Grund, wie die Vorstandswahlen zeigten. Es gibt hinter ihm niemanden, der die Partei führen kann, ohne dass diese ins Chaos versinken würde. Reihenweise fielen Abgeordnete aus dem Landtag für Parteiämter durch, was ein tiefes  Misstrauen der Basis erkennen lässt - Gauland ausgenommen. Nein, diese Partei, die sich noch immer am Zwölf-Prozent-Ergebnis zur Landtagswahl berauscht, bleibt so fragil wie unberechenbar.

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