Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Potsdamerin Baerbock ist neue Grünen-Chefin
Brandenburg Potsdamerin Baerbock ist neue Grünen-Chefin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:57 27.01.2018
Die neue Bundesvorsitzinde der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock. Quelle: Bernd von Jutrczenka
Potsdam

Die Grünen haben am Samstag die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock zur neuen Parteichefin gewählt. Auf dem Bundesparteitag in Hannover erhielt die 37-Jährige vom pragmatischen Realo-Flügel 64,45 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen die niedersächsische Landtagsfraktionschefin Anja Piel durch. Die Vertreterin des linken Flügels der Grünen erhielt 34,78 Prozent der Stimmen.

Baerbock nahm die Wahl an. „Ich werde mein Bestes geben“, sagte sie. Die Klimaschutz-Expertin war unter anderem vom scheidenden Parteichef Cem Özdemir und von Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt unterstützt worden.

Wenig später wurde Robert Habeck ebenfalls zum neuen Vorsitzender der Grünen gewählt. Der schleswig-holsteinische Umweltminister erhielt 83,3 Prozent der Stimmen. Er bildet gemeinsam mit Barbock die neue Doppelspitze der Grünen. Beide gehören zum pragmatischen Realo-Flügel der Partei. Damit brachen die Grünen mit ihrem Prinzip, eine Doppelspitze mit Vertretern des Realo- und des linken Flügels zu besetzen.

Habeck nahm die Wahl mit den Worten an:: „Was ich geworden bin, bin ich durch Euch geworden, lasst mich ein bisschen davon an Euch zurückgeben.“

Seit 2009 immer Spitzenämter

Im Jahr 2005 trat Baerbock den Grünen bei. Sie wurde 2008 Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa und nur ein Jahr später Parteivorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen in Brandenburg.

Die Potsdamerin Annalena Baerbock ist neue Vorsitzende der Grünen in Deutschland. Seit 2009 bekleidet sie Spitzenämter in der Partei.

Europapolitik, Armutsbekämpfung und Klimaschutz

Baerbock hatte vor ihrer Wahl in einer kämpferischen Rede die Europapolitik, die Armutsbekämpfung und den Klimaschutz zu ihren vorrangigen politischen Aufgaben gezählt. Für den Klimaschutz forderte sie „Radikalität“ und warnte davor, den Kohleausstieg weiter zu verzögern. Baerbock betonte, dass die neue Doppelsitze der Grünen auf Augenhöhe arbeiten werde. Mit Blick auf die Popularität Habecks sagte sie: „Wir wählen hier heute nicht nur die Frau an Roberts Seite, sondern die neue Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.“

Baerbock war wie Habeck an den schwarz-gelb-grünen Jamaika-Sondierungen beteiligt, dort hatte sie sich für die Grünen um das Thema Europa gekümmert. Die Mutter von zwei kleinen Kindern war unter anderem mit dem Ziel angetreten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

Freude in Brandenburg

Die Brandenburger Landesvorsitzenden Petra Budke und Clemens beglückwünschten Baerbock zu ihrem Erfolg. Man habe sie die ganze Zeit unterstützt und sei „stolz auf ihren Erfolg. Wir freuen uns mit ihr eine Stimme zu haben, die für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und ein starkes Europa eintritt“.

Die frisch gewählte Bundesvorsitzende habe „bereits als Landesvorsitzende in Brandenburg gezeigt, dass sie neue Ideen weiterentwickeln und Menschen für unsere Ziele begeistern kann. Zudem hat sie durch ihr langjähriges politisches Wirken auch die besonderen Herausforderungen in den ostdeutschen Bundesländern im Blick“.

„Sie ist in Potsdam zudem sehr für Geflüchtete engagiert, betreut persönlich mehrere syrische Familien u.a. mit ihrem gegründeten Verein „Hand in Hand“. Sie kann integrieren, auf Menschen zugehen und bringt so allerbeste Voraussetzungen mit“, um die Grünen in die Zukunft zu führen, heißt es in der Mitteilung der brandenburgischen Grünen.

Von MAZonline

Der neue Besitzer will nicht mehr: Alwine, das Mini-Dorf in Südbrandenburg, wurde im vergangenen Jahr bei einer weltweit beachteten Auktion verkauft. Vom neuen Besitzer erhoffte man sich, dass das Dorf wieder etwas in Schuss gebracht wird. Diese Hoffnung hat sich nun womöglich zerschlagen.

22.03.2018

Julia Schoch hat einen Potsdam-Roman geschrieben. Sie lässt darin 16 Schüler zu Wort kommen, die gerade Abi machten, als die Mauer fiel. Erste Frage: Was ist aus ihnen geworden? Zweite Frage: Wie liest sich dieses Buch?

26.01.2018

Wo Radfahrer im Berliner Verkehr ums Leben gekommen sind, stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Berlin weiß angesprühte Fahrräder als Mahnmal auf. In Potsdam findet man bereits an drei Stellen Geisterräder, die jedoch nicht vom dortigen ADFC stammen.

29.01.2018