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Brandenburg Pirat soll vor seinem Tod gestanden haben
Brandenburg Pirat soll vor seinem Tod gestanden haben
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19:49 21.09.2016
Die Polizei am Tatort.
Die Polizei am Tatort. Quelle: dpa
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Berlin

Der Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner hat einem Zeitungsbericht zufolge vor seinem Suizid die Tötung eines 29-jährigen Mannes gestanden. Wie die „Welt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, machte er das Geständnis in einem Brief an einen Fraktionskollegen. Der Fall werde demnächst eingestellt, hieß es.

Keine Bestätigung von der Staatsanwaltschaft

Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte den Bericht am Mittwoch nicht bestätigen. Die Einstellung der Ermittlungen sei aber möglich, da es keinen Beschuldigten mehr gebe, sagte deren Sprecher Martin Steltner.

Die Leichen waren am Montag entdeckt worden. Quelle: dpa

Leiche durch Berlin transportiert

Der 44-jährige Piraten-Politiker soll den 29-Jährigen laut Staatsanwaltschaft „durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper“ in dessen Wohnung im Wedding getötet haben. Anschließend soll er die Leiche in seine eigene Wohnung im Stadtteil Steglitz transportiert haben, wo er sich einige Tage später das Leben nahm.

Berichte, wonach er sein Opfer mit einer Sackkarre durch Berlin gefahren haben soll, bestätigte die Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht. Sprecher Steltner sagte aber: „Die Leiche muss transportiert worden sein - wie auch immer.“ Die beiden Toten waren am Montag in Brunners Mietwohnung entdeckt worden. Sie lagen laut Steltner in verschiedenen Zimmern.

Claus-Brunner karrte Leiche kilometerweit durch Berlin

Gerwald Claus-Brunner. Quelle: dpa

Claus-Brunner war 2011 als Mitglied der ersten Piratenfraktion ins Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen. Er trat stets mit Latzhose und Kopftuch auf und war dadurch bekannt geworden. Bei der Wahl am Sonntag verpassten die Piraten den Wiedereinzug ins Parlament.

Von dpa

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