Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Platzeck setzt auf letzte Wochen vor Brandenburg-Wahl
Brandenburg Platzeck setzt auf letzte Wochen vor Brandenburg-Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:19 11.08.2019
Matthias Platzeck (SPD). Quelle: Michael Kappeler/dpa
Potsdam

Der frühere SPD-Chef und Ministerpräsident Matthias Platzeck hält bei der Brandenburger Landtagswahl trotz gesunkener Umfragewerte einen Erfolg seiner Partei für machbar. „Da ist eine Menge möglich in den letzten Wochen“, sagte Platzeck der Deutschen Presse-Agentur.

„Alternativen aufzeigen“

„Nun müssen alle mit Mut und Herz in diesen Wahlkampf hineingehen und die Alternativen ganz klar aufzeigen. Wenn uns das mit der entsprechenden Verve gelingt, gehe ich fest davon aus, dass die Sozialdemokratie auch nach 30 Jahren in Brandenburg wieder stärkste politische Kraft werden kann.“

>>
Lesen Sie hier mehr zur Landtagswahl

Die SPD regiert in Brandenburg seit 1990. Rund zwei Millionen Wähler können am 1. September über einen neuen Landtag entscheiden. Bisher zeichnet sich ein Rennen mehrerer Parteien um den ersten Platz ab. Nach einer jüngsten Umfrage liegt die AfD vorne.

Wenn Anfang August gewählt worden wäre, hätten sich 21 Prozent für die AfD entschieden, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die „Märkische Allgemeine“ ergab. Die CDU käme auf 18 Prozent, gefolgt von der SPD mit 17 Prozent.

Platzeck sieht SPD in einer Krise

Der ehemalige SPD-Chef Platzeck sieht die gesamte Partei in schwieriger Lage: „Wir befinden uns in einer existenziellen Krise“, sagte der 65-Jährige. „Ich wünsche mir jetzt, dass wir mit Leidenschaft kämpfen und die drei Landtagswahlen im Osten einigermaßen ordentlich bestehen.“ Bei der Suche einer neuen SPD-Spitze hofft Platzeck auf ein Duo mit „Herz und Verstand“.

>>
Lesen Sie hier das Interview mit Matthias Platzeck

Alle Artikel zur MAZ-Umfrage auf einen Blick

AfD liegt in Brandenburg vor CDU und SPD

Geht es Ihnen heute besser als vor dem Mauerfall? Das sagen die Brandenburger

Pflege, Bahn, Sicherheit: Das ist den Brandenburgern am wichtigsten

Viele Brandenburger kennen die Spitzenkandidaten nicht

Kommentar: Die Stärke der AfD ist die Schwäche der anderen

Die Vermittlung des Programms und der Vorhaben müsse besser werden. Er sprach von einer „fast erdrückenden Verantwortung“ für die Aufgabe, die Partei aus der Krise zu führen. Die SPD sucht nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles eine neue Spitze. Kandidaten können sich bis zum 1. September bewerben.

Mögliche Gründe für die Krise

Auf die Frage, was der SPD angesichts gesunkener Umfragewerte fehle, sagte Platzeck: „Die Wahlentscheidung werde inzwischen erst in den letzten Tagen oder Wochen getroffen.“ Zum anderen gebe es eine Grundstimmung, die sich nach seiner Einschätzung teilweise von Daten und Fakten gelöst habe. „Das hat auch mit Erlebnissen in 30 Jahren Deutsche Einheit zu tun, mit der Globalisierung und der Digitalisierung der Arbeitswelt und daraus bei nicht wenigen erwachsenden Ängsten“, sagte er.

„Die Ostdeutschen haben nach der Wiedervereinigung Brüche in einer Tiefe und Heftigkeit erlebt, die die Westdeutschen so nicht kennen und nicht kannten. So etwas kann auch nach Jahrzehnten wieder alles auf einmal hochkommen.“

Platzeck: Verbleib in der Großen Koalition für sinnvoll

Platzeck hält es für sinnvoll, dass die SPD in der großen Koalition im Bund bleibt. „Natürlich kann es eine Situation geben, in der es opportun erscheint, diese Koalition zu verlassen“, sagte er. „Aber wenn ich es prinzipiell sehe, glaube ich, dass es gut und sinnvoll wäre, in der Bundesregierung zu arbeiten, ihr den Stempel aufdrücken.“

Er gehe davon aus, dass die wirtschaftlichen und die außenpolitischen Verhältnisse komplizierter würden. Das Bewerber-Team Karl Lauterbach und Nina Scheer für den SPD-Vorsitz hatte sich für ein Ende der großen Koalition ausgesprochen, weil sie nicht in der Lage sei, den anstehenden Herausforderungen gerecht zu werden.

Von RND/dpa

59 Kilo Heroin im Gepäck - Gericht lässt mutmaßlichen Großdealer frei

63-Jähriger darf trotz dringenden Tatverdachts das Gefängnis verlassen – die Untersuchungshaft habe zu lange gedauert, befand das Oberlandesgericht Brandenburg. Die Ermittler sind entsetzt – der Dealer hat zwei Pässe und dürfte sich absetzen.

10.08.2019
Teil 1: Spektakuläre Kriminalfälle aus Brandenburg - Die 90er-Jahre: Auftragskiller, Ausbrecher und der „Rosa Riese“

Eine neue MAZ-Serie erinnert an die spektakulärsten Kriminalfälle in Brandenburg seit dem Ende der DDR. Im ersten Teil geht es um die Neunziger Jahre. Einer der berüchtigtsten Verbrecher sitzt immer noch im Gefängnis.

14.08.2019

„Brandenburg bleibt bunt“ – unter diesem Motto ist am Samstag die diesjährige Tour für mehr Akzeptanz queerer Lebensweisen an den Start gegangen. Der Auftakt fand in Potsdam statt.

10.08.2019