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Brandenburg Polizei hofft im Fall Rebecca auf Hinweise aus Brandenburg
Brandenburg Polizei hofft im Fall Rebecca auf Hinweise aus Brandenburg
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08:05 07.03.2019
Mit diesem Auto fuhr der Schwager am 18. und 19. Februar durch Brandenburg. Wer ihn gesehen hat, möge sich dringend bei der Polizei melden. Quelle: dpa/Polizei Berlin
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Berlin

Nach der Veröffentlichung neuer Informationen und Fotos zu dem Fall der vermissten Rebecca hofft die Berliner Kriminalpolizei auf entscheidende Hinweise aus Brandenburg. Dort war der verdächtige Schwager des Mädchens kurz nach ihrem Verschwinden zweimal mit dem Auto der Familie unterwegs. Die Polizei sucht seit vielen Tagen intensiv nach der 15-Jährigen oder ihrer Leiche. Mit der neuen Öffentlichkeitsfahndung hat sie diese Suche auch auf das östliche Brandenburg ausgeweitet.

Schwager fährt nach Brandenburg

Rebecca war in den Morgenstunden des 18. Februar aus dem Haus der Schwester verschwunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sie getötet wurde. Nach Ansicht der Ermittler hatte sie zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Tötung das Haus ihres Schwagers wohl nicht verlassen. Das sagte Michael Hoffmann vom Landeskriminalamt Berlin in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend. Der dringend tatverdächtige Schwager von Rebecca sei zur mutmaßlichen Tatzeit allein mit ihr im Haus gewesen. Dies ergebe sich vor allem aus dem Telefonverhalten Rebeccas und den Router-Daten im Haus des Schwagers.

Von der Fahndung nach dem Auto, das der Schwager benutzte, erhofft sich die Polizei nun wichtige Hinweise. Der himbeerrote Twingo der Familie wurde am 18. Februar um 10.47 Uhr und am 19. Februar um 22.39 Uhr auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von einem automatischen Kennzeichenerfassungssystem registriert. „Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte zu diesen Zeiten allein der 27-jährige Schwager Zugriff auf diesen Pkw“, teilte die Polizei mit.

Wer hat den Schwager gesehen?

Die ermittelnde Mordkommission hält diese Spur für so relevant, dass sie am Mittwoch nicht nur Fotos des Autos, sondern auch drei Fotos des verdächtigen Schwagers ins Internet stellte, obwohl der Mann bereits in Untersuchungshaft sitzt.

Die Polizei fragt nun, wer Angaben zu Aufenthaltsorten des Mannes zu den beiden Zeiten machen kann. Außerdem geht es um die Frage, ob Bekannte des Schwagers etwas über Orte in Brandenburg wissen, wo sich der Mann auskennt. Außerdem wird nach der lila Fleece-Decke, die mit Rebecca verschwand, gefragt. Im Kofferraum des Autos soll die Polizei Haare der Schülerin und Faserspuren dieser Decke gefunden haben.

Chronologie der Ereignisse

18. Februar: Rebecca wird als vermisst gemeldet

21. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

23. Februar:
Ermittler gehen von Verbrechen aus

26. Februar:
Rebeccas Familie bereitet ein Detail Kopfzerbrechen

28. Februar:
Der Schwager wird erstmals festgenommen

01. März:
Rebeccas Schwager wird aus U-Haft entlassen

04. März:
Erneuter Haftbefehl gegen Schwager

05. März:
Neue Beweise belasten Schwager schwer

06. März:
Polizei veröffentlicht Fotos des Schwagers

Rebeccas Vater: „Wir müssen Becky finden“

Der Schwager schweigt bisher zu den Vorwürfen gegen ihn. Die Eltern und Schwestern von Rebecca halten ihn weiterhin für unschuldig. Rebeccas Vater sagte dem Sender RTL: „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf.“ Er bat seinen Schwiegersohn: „Florian, rede einfach! Klär das, damit die ganze Suche in die andere Richtung geht, und zwar in die richtige. Wir müssen Becky finden.“

Von RND/dpa

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