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Brandenburg Polizei schnappt zwei Geldautomatensprenger
Brandenburg Polizei schnappt zwei Geldautomatensprenger
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13:33 26.12.2016
Bei der Sprengung eines Geldautomaten vergangenes Jahr in Altdöbern ist hoher Schaden entstanden. Quelle: Spreewaldbank
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Potsdam

Die Brandenburger Ermittlungsgruppe zur Aufklärung von Geldautomatensprengungen kann erste Erfolge vorweisen. Zwei Tatverdächtige konnten festgenommen werden, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst. Einer sei nach einer Automatensprengung in Bayern und der zweite in Polen entdeckt worden.

Die Ermittlungsgruppe war Mitte Oktober gebildet worden. „Die Aufwärmphase war recht kurz“, sagte Herbst zum Start der Arbeit des zehnköpfigen Teams.

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25 Angriffe in diesem Jahr

In diesem Jahr wurden bislang 25 Geldautomatensprengungen im Land bekannt, davon elf Versuche. Betroffen waren Automaten unter anderem in Frankfurt (Oder), Lübben oder Luckau. Zuletzt war ein Geldautomat in Bad Liebenwerda gesprengt worden. Im gesamten Jahr 2015 hatte es neun derartige Straftaten gegeben. Besonders dramatisch war die Sprengung eines Geldautomaten im Juni 2015 in Altdöbern. Durch die Sprengung ist ein ganzer Supermarkt zerstört worden.

Die Zahl der Banküberfälle ist hingegen deutlich gesunken: Etwa 60 bis 70 Fälle waren es jährlich noch vor wenigen Jahren, inzwischen eine Hand voll.

Internationale Zusammenarbeit

„Wir nutzen die Verbindungen zu anderen Polizeistellen bundesweit, tauschen Informationen und werten Spuren aus“, sagte Herbst. Angesichts teilweise europaweit operierender Täter oder Tätergruppen müsse die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung weiter vorangetrieben werden.

Schäden in Millionenhöhe

Wie viel Geld bislang erbeutet wurde, kann nicht genau gesagt werden. Die Sachschäden seien wegen des brutalen und zum Teil unprofessionellen Vorgehens der Täter jedoch erheblich. Nach Angaben von Herbst wurden Schäden von rund 430 000 Euro gemeldet. „Es muss jedoch von Schäden in Millionenhöhe ausgegangen werden, vor allem durch beschädigte Einrichtungen und Gebäudeteile“, sagte er.

Polizei berät die Geldinstitute

Mit den Geldinstituten hat die Polizei Empfehlungen zum Schutz der Automaten erarbeitet. Es gebe aber kein pauschales Sicherheitskonzept, sagte er. Eine einfache Maßnahme sei, den Bankvorraum nachts zu verschließen. Zudem sollte es eine Videoüberwachung geben. Auch Systeme, die das Geld beim Aufbrechen der Automaten einfärben, schreckten ab.

Von dpa

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