Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Polizei: Kohle-Gegner wollten nicht auf Kraftwerksgelände eindringen
Brandenburg Polizei: Kohle-Gegner wollten nicht auf Kraftwerksgelände eindringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 02.12.2019
Polizeibeamte und Umweltschutzaktivisten stehen sich im Braunkohletagebau Jänschwalde gegenüber. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Bei den Kohle-Protesten in der Lausitz am Samstag haben die Demonstranten nach Polizeiangaben nicht versucht, auf das Kraftwerksgelände Jänschwalde in Brandenburg einzudringen. „Es gab kein Eindringen, es ist niemand bis zum Zaun gekommen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Er bestätigte, dass es eine angemeldete Versammlung mit rund 200 Teilnehmern vor dem Kraftwerk gab.

Die Kohle-Gegner bewegten sich in Richtung des Kraftwerks, wie der Sprecher sagte. Daraufhin hätten sich die Einsatzkräfte der Polizei vor den Zaun gestellt. „Die Versammlungsteilnehmer haben vor uns gestoppt. Es gab nicht einen gewalttätigen Übergriff auf einen Polizeibeamten.“

Anti-Kohle-Aktivisten des Bündnisses Ende Gelände sind in den Lausitzer Tagebau eingedrungen. Die Aktivisten sprechen von 4000 Teilnehmern, die sich an der Blockade beteiligen.

Kohlegegner widersprechen Leag-Darstellung

Der Kraftwerksbetreiber Leag hatte während der Proteste am Samstag getwittert, dass Kohlegegner versuchten, gewaltsam in das Kraftwerk einzudringen. Auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte sich am Samstag dahingehend geäußert. Es gebe vereinzelte Übergriffe, sagte er. „Es gab auch hier schon den Versuch (...), das Gelände zu stürmen, das ist aber abgewehrt worden.“

„Ende Gelände“ hatte am Sonntag der Darstellung des Kraftwerksbetreibers Leag über das angeblich versuchte gewaltsame Eindringen auf das Kraftwerksgelände widersprochen. Auch das Unternehmen Leag relativierte die eigene Darstellung vom Samstag auf Twitter und auf der Unternehmenshomepage.

Foto sorgt für Unmut

Vor der Protestaktion hatte ein Foto von mehreren Polizisten für Aufregung gesorgt. Neun Beamte aus hatten vor einem Graffiti mit dem Slogan „Stoppt Ende Gelände“ posiert – dafür waren sie von dem geplanten Großeinsatz rund um die Klimaproteste ausgeschlossen worden.

Mehr zum Thema

Von RND/dpa