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Brandenburg Weniger Arbeitslose: Der Osten holt auf
Brandenburg Weniger Arbeitslose: Der Osten holt auf
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09:53 13.02.2014
Immer weniger Menschen melden sich arbeitslos. Quelle: Peter Geisler
Potsdam

Die Arbeitslosenquote ist um 3,1 Prozentpunkte auf derzeit 9,8 Prozent zurückgegangen.

Der beste Landkreis in dieser Statistik liegt ebenfalls in Brandenburg: In Ostprignitz-Ruppin ging die Arbeitslosenquote um 5,5 Prozentpunkte auf jetzt 10,4 Prozent zurück. Den stärksten Zuwachs an Beschäftigung verzeichnet in Brandenburg das Havelland.

Doch die Erfolgszahlen haben eine Kehrseite: Im strukturschwachen Osten sinkt die Zahl der Einwohner weiter. Zugleich steigen die Beschäftigtenzahlen unterdurchschnittlich. Schuld ist die demografische Entwicklung: Viele Menschen ziehen aus Ostdeutschland weg, sind zu alt und scheiden aus dem Berufsleben aus. Die Geburtenrate ist insgesamt gering. Von 2008 bis 2012 verließen 130 000 Ostdeutsche ihre Heimat.

Der Bürgermeister von Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin), Jens-Peter Golde, ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Kreis zufrieden. „Bei der Einkommenssteuer stehen wir sogar deutlich besser da als wir es geplant hatten.“ Das sei ein Zeichen dafür, dass sich die Einkommenssituation der Menschen verbessert habe. Der Kreis profitiert laut der Studie von der guten Verkehrsanbindung an der Autobahn zwischen Berlin und Hamburg. Im Westen Deutschlands sank die Arbeitslosenquote in dem Fünfjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. In Ostdeutschland ging sie stärker zurück: um 2,8 Punkte auf 10,3 Prozent. Zugleich stieg die Zahl der Beschäftigten in den ostdeutschen Flächenländern nur um 3,6 Prozent. Bundesweit betrug das Plus 6,6 Prozent. Zu den Absteigern gehört bundesweit das Ruhrgebiet und Teile des Saarlands. So ist in Herne und Remscheid die Arbeitslosigkeit seit 2008 sogar gestiegen – um einen Prozentpunkt.

Die schwarz-rote Bundesregierung geht derweil von einem kräftigen Wachstum der deutschen Wirtschaft aus. Im gestern vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht prognostiziert sie eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 Prozent in diesem Jahr. Im kommenden Jahr wird die Konjunktur demnach sogar noch stärker anziehen. „Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Wachstumsmotor sei die Binnenwirtschaft. Aus der Wirtschaft kamen Warnungen vor neuen Investitionshemmnissen, Gewerkschaftsvertreter lobten dagegen den Bericht.

Von Igor Göldner

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