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Brandenburg Potsdamer Triathletin Laura Lindemann kann trotz Corona trainieren
Brandenburg Potsdamer Triathletin Laura Lindemann kann trotz Corona trainieren
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10:27 30.03.2020
Olympia in Tokio wurde auf 2021 verschoben. Die Potsdamer Triathletin Laura Lindemann trainiert trotzdem weiter – auch dank einer Sondergenehmigung des Olympiastützpunktes. Quelle: Andreas Gora/dpa
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Potsdam

Eigentlich würde Laura Lindemann gerade jetzt an der Medaillenform für Tokio arbeiten. Schwimmen, Radfahren, Laufen. „Ich habe mich im Training sehr gut gefühlt, alle drei Disziplinen gingen sehr gut voran, die Leistungskurve zeigte nach oben“, berichtet die 23-Jährige in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur.

Es lief alles nach Plan für die Triathletin aus Potsdam. Trainingslager in Südafrika, Trainingslager auf Mauritius. Schon nach der Rückkehr machten sich aber die Auswirkungen der Corona-Pandemie immer heftiger bemerkbar. Rennen wurden abgesagt. Wie es weiter geht, ist offen. Wann sie ihre Form auch im Wettkampf testen und vor allem bestätigen kann, ist ungewiss.

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Quälende Ungewissheit

Das macht auch Lindemann zu schaffen. „Ich bin im Training schon motiviert“, sagt sie. Es sei eher die Situation, nicht zu wissen, wie man weiter mache, die sie beschäftigt. Trainieren wie im Winter zur Vorbereitung? Oder doch eher simulierte Wettkämpfe? Letztlich stellt ihr Heimtrainer die Pläne zusammen, nur ist Planung in diesen Zeiten so eine Sache.

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Zumindest könnte Lindemann ein Rennen fast problemlos simulieren. Und damit ist die Sprint-Europameisterin von 2017 durchaus privilegiert. Lindemann, die 2012 vom Schwimmen zum Triathlon wechselte, kann derzeit noch immer im Olympiastützpunkt ihre Bahnen ziehen - unter strengen Auflagen. „Wir sind höchstens zu zweit, mit großem Abstand auf zwei verschiedenen Bahnen“, erklärt die Triathletin, die eine der wenigen mit einer Sondergenehmigung ist.

„Ich würde sowieso nicht auf die nächstbeste Party gehen“

Und auch sonst hat sich das Leben von Laura Lindemann durch die Maßnahmen im Kampf gegen den Virus Sars-CoV-2 nicht so sehr verändert wie vielleicht bei Gleichaltrigen. „Ich würde sowieso nicht auf die nächstbeste Party gehen und mich mit vielen Leuten treffen“, berichtet sie. Dass sie ihr Training nun auch immer allein durchziehen muss, verkraftet sie ebenfalls, manchmal schaut bei den Übungen daheim auch ihr Dackel neugierig zu.

Für die vierfache Deutsche Meisterin und Europameisterin in der Sprintdistanz geht das Training trotz Corona-Pandemie weiter – beim Fototermin allerdings ohne Dackel. Quelle: Andreas Gora/dpa

Wenn mal keine Einheit auf dem Programm steht, nutzt sie die Zeit, um den Kleiderschrank auszumisten oder einfach mal zur Ruhe zu kommen. „Drinnen zu bleiben, heißt nicht, dass man nicht genießen kann, was draußen passiert“, schreibt sie bei Instagram zu einem Foto, dass sie entspannt mit ihrem Hund beim Blick auf die Terrasse zeigt.

Medaillen-Traum verschoben

Auch wenn Lindemann betont, die bisherige Vorbereitung keine „verschenkte Zeit“ sei, wird sie ihr Ziel Olympia-Medaille in diesem Sommer nicht realisieren können. Lindemann muss warten, ein Jahr, dann soll es 2021 mit den Olympischen Spielen in Tokio soweit sein.

Nachdem Bundestrainer Faris Al-Sultan (42) in einer ersten Reaktion zunächst offengelassen hatte, ob Lindemann wie der ebenfalls bereits qualifizierte Jonas Schomburg (Hannover/26) ihr Ticket auch fürs nächste Jahr fix haben, sorgte das Internationale Olympische Komitee für Klarheit. Ja, die bereits qualifizierten Athletinnen und Athleten behalten ihre Startplätze für 2021.

Komfortable Ausgangsposition

Sorgen hätte sich Lindemann aber wohl eh kaum machen müssen. Auf der Verbands-Homepage wird sie als „die derzeit stärkste Sprint- und Kurzdistanz-Triathletin in Deutschland“ gepriesen. Zwei Plätze seien ja noch offen, sollten sich andere für die Spiele noch empfehlen können, betonte Lindemann selbst. Sie liegt im Olympic Ranking in ihrer Sportart auf dem sechsten Platz. Die nächstbeste Deutsche, Nina Eim, folgt auf Position 72.

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Von RND/dpa

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