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Brandenburg Prignitz nicht mehr Katastrophengebiet
Brandenburg Prignitz nicht mehr Katastrophengebiet
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19:59 17.06.2013
Hochwasser in Wittenberge Quelle: dpa
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Potsdam

Langsam aber stetig sinken im Nordwesten Brandenburgs die Wasserstände an der Elbe. Die Lage entspanne sich, es gebe aber noch keine Entwarnung, sagte der Sprecher der Koordinierungsstelle Krisenmanagement des Innenministeriums, Wolfgang Brandt. „Es ist noch immer viel Wasser im System”, betonte der Sprecher.

Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) verabschiedete am Montag die letzten rund 100 Soldaten aus der Prignitz. Der Katastrophenalarm im Landkreis wurde am Abend aufgehoben. Auch in Cottbus hat sich die Lage entspannt. Dort haben die Hochwasser-Stäbe ihre Arbeit beendet. Allerdings werden die Schäden durch die Strömung und Wassermassen deutlich. Schäden von rund 40 Millionen Euro beklagen Brandenburgs Landwirte.

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Der Wasserstand der Elbe lag am Montagvormittag in Wittenberge noch bei 6,79 Meter - gut vier Meter über dem durchschnittlichen Niveau. Pro Stunde sinke das Wasser etwa einen halben Zentimeter, sagte Krisenstab-Mitarbeiterin Heide-Lore Schmidt. „Bei 6,70 Meter will der Landrat über ein mögliches Ende des Katastrophenalarms reden”, sagte sie. Am Montagnachmittag gab es dazu noch keine Entscheidung.

Der Katastrophenalarm ermöglichte den Einsatz der Bundeswehr im Hochwassergebiet. In Spitzenzeiten halfen allein in der Prignitz bis zu rund 800 Soldaten. Woidke bedankte sich bei den verbliebenen Soldaten mit den Worten: „Sie haben wieder einmal gezeigt, dass wir uns auf Sie, auf die Bundeswehr, verlassen können, wenn Not am Mann ist”.

Insgesamt sind laut Brandt in Brandenburg noch rund 420 Helfer im Einsatz. Darunter sind Feuerwehrleute, Deichläufer THW-Mitarbeiter und Polizisten. An den nicht mehr so stark belasteten Deichen haben die Helfer bereits damit begonnen, die oberen Sandsackschichten vorsichtig abzutragen. Auch mobile Schutzmauern konnten schon entfernt werden. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass gefährliche Sickerstellen abgedichtet wurden.

Insgesamt sind in der Prignitz laut Schmidt 35 Menschen und etwa zehn Häuser direkt von Hochwasserschäden betroffen. Beim Höchststand vor einer Woche hatte der Pegelstand noch einen Wert von 7,85 Metern erreicht. In Cottbus hat die Spree vor allem Gärten, Bäume und Brücken in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt ist bei einer Brücke ein Mittelpfeiler um zehn Zentimeter abgesackt. Weitere Brücken hätten bereits Vorschäden und müssten nun untersucht werden. Mehr als 170 Bäume mussten im Hochwassergebiet gefällt werden.

Brandenburgs Landwirte haben vor allem mit überfluteten Feldern und Weideflächen zu kämpfen. Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) kündigte ein Hilfspaket an. Bund und Land wollen demnach die Hälfte der Schäden zahlen. (dpa)

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