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Brandenburg „Historische Entscheidung“: Priorat Neuzelle darf märkisches Landesgrundstück kaufen
Brandenburg

Priorat Neuzelle darf märkisches Landesgrundstück kaufen

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13:59 14.01.2021
Treppeln: Zisterziensermönch Pater Simeon Wester steht vor dem Gebäude des verlassenen Forsthauses Treppeln. Quelle: Patrick Pleul/dpa/Archivbild
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Neuzelle/Potsdam

Der Weg für den ersten Kloster-Neubau der Zisterzienser in Brandenburg seit dem Mittelalter ist frei. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages habe am Donnerstag dem Verkauf des ehemaligen Forsthauses Treppeln an das katholische Priorat Neuzelle zum Zweck eines Klosterbaus zugestimmt, teilte das Kulturministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Der Kaufpreis für das etwa 75 Hektar große Gelände liegt den Angaben zufolge bei rund 219.000 Euro.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) begrüßte den Beschluss als „historische Entscheidung“. Die Wiederansiedlung der Zisterzienser knüpfe an die jahrhundertealte Stiftstradition von Neuzelle an, erklärte Schüle: „Rund 750 Jahre Kloster Neuzelle sind auch 750 Jahre Kulturgeschichte in unserem Land.“ Neuzelle gilt als eine der wenigen vollständig erhaltenen historischen Klosteranlagen in Europa und das nördlichste Zeugnis des böhmischen Barocks.

Kloster wurde 1268 gegründet

Die Entscheidung der Zisterzienser für Treppeln als Ort des Kloster-Neubaus trage nicht nur der Tradition ihres klösterlichen Lebens Rechnung, betonte Schüle: „Er ist auch eine gelungene Nachnutzung für das ehemalige Stasi-Gelände und hat etwas sehr Versöhnliches.“

Die österreichische Abtei Heiligenkreuz hatte im August 2018 offiziell sechs Mönche ausgesandt, die am 2. September 2018 auf Initiative des Bischofs von Görlitz das Priorat Neuzelle gegründet haben. Der Ort für den Neubau liegt den Angaben zufolge mehrere Kilometer westlich von Neuzelle und ist Teil der historischen Ländereien des früheren Klosters. Das Kloster Neuzelle wurde 1268 gegründet und 1817 in Staatsbesitz überführt.

Von RND/epd