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Brandenburg Profi-Pilzsammler plündern die Wälder
Brandenburg Profi-Pilzsammler plündern die Wälder
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13:03 20.09.2014
Ein Pilzsammler findet einen Perlpilz. Quelle: Federico Gambarini
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Potsdam

Laut Waldgesetz des Landes Brandenburg dürfen Pilze und Waldfrüchte nur in geringer Menge für den Eigengebrauch gesammelt werden. In Paragraph 15, Absatz 7 ist geregelt, was geringe Menge bedeutet: Jeder darf nur so viele Pilze sammeln, wie bei einer Mahlzeit verzehrt werden können. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag mit.

Anlass ist, dass Forstbedienstete und Waldbesitzer verstärkt beobachten, dass hochspezialisierte Sammler durch die Wälder streifen und beliebte Speisepilze wie Steinpilze, Pfifferlinge und Maronen in großen Mengen für den Verkauf an Gaststätten wegtragen.

Das Pilzsammeln ist aus Naturschutzgründen jedoch begrenzt. Einige Arten sind sogar komplett geschützt und dürfen erst gar nicht oder nur für den Eigenbedarf entnommen werden, wie der Steinpilz, der Pfifferling und der Birkenpilz.

In Naturschutzgebieten ist das Pilzsammeln grundsätzlich verboten. In Landeswald darf nur für den Eigenbedarf gesammelt werden. Und in privaten Wäldern muss vor dem gewerblichen Sammeln die Erlaubnis des Waldbesitzers eingeholt werden.

In Brandenburg gibt es rund 2500 Arten der sichtbaren, sogenannten Großpilze. Nur rund 40 davon sind als Speisepilze geeignet. 
Mehr zu Pilzen in Brandenburg >

Vorsicht vor Pilzvergiftung

Giftig: der Fliegenpilz. Quelle: dpa
  • Experten raten, nur solche Pilze zu sammeln, die man hundertprozentig kennt.
  • Giftige Pilze können Leber und Nieren schädigen, im schlimmsten Fall kann eine Vergiftung sogar zum Tode führen. 
  • Symptome einer Pilzvergiftung: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen. Bei diesen Symptomen sofort den Notarzt rufen!
  • Es sollte viel Wasser getrunken werden, Milch ist dagegen nicht ratsam. Wenn noch Reste der Pilze vorhanden sind, sollten sie zum Arzt oder ins Krankenhaus mitgenommen werden.
  • Manchmal treten die Symptome ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit auf, es kann aber manchmal auch bis zu 24 Stunden dauern.
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