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Brandenburg Prozess gegen Nauener Neonazis geht weiter
Brandenburg Prozess gegen Nauener Neonazis geht weiter
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11:09 06.02.2017
Quelle: Christian Meyer
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Potsdam

Vor dem Landgericht in Potsdam wird am Donnerstagmorgen der Prozess gegen eine Gruppe von Neonazis aus Nauen fortgesetzt. Den Angeklagten wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung sowie Brandstiftung vorgeworfen.

Im Mittelpunkt der Anklage steht der Hauptangeklagte Maik Schneider. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe um den 1987 geborenen NPD-Politiker vor, im Februar 2015 eine Stadtverordnetenversammlung in Nauen durch Rufen von ausländerfeindlichen Parolen so gestört haben, dass die Sitzung aus Angst vor weiterer Eskalation abgebrochen werden musste.

Im Mai 2015 soll Schneider den Plan ausgearbeitet haben, den Wagen eines polnischen Mitbürgers anzuzünden. Wenig später soll Dennis W. „gemäß dem Willen der Gruppe“ eine Zylinderbombe vor einer LIDL-Filiale in Nauen gezündet haben. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Auch sollen Farbbeutel-Attacken auf das Nauener Büro der Linken auf das Konto der Neonazis gehen.

Der spektakulärste Anschlag ereignete sich in der Nacht vom 24. zum 25. August 2015: Die Sporthalle des OSZ Nauen geht in Flammen auf. Die Halle war als Notunterkunft für Asylsuchende vorgesehen.

Ein Neonazis inszeniert sich

Von Anfang an hat Maik Schneider versucht, dem Prozess seinen Stempel aufzudrücken. Er hält längere Vorträge, bestreitet viele Vorwürfe und versucht sich und sein Weltbild zu erklären. Auch als ihn seine Mitangeklagten belasten, scheint ihn das nicht groß zu stören. Später widerrufen die Angeklagten ihre Aussagen.

Früh scheitert die Gruppe zudem mit dem Versuch, einen Schöffen wegen Befangenheit abzulehnen und einen Neuanfang des Prozesses zu erzwingen.

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