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Brandenburg Prozess um Fahrtkostenbetrug - Angeklagter schweigt vor Gericht
Brandenburg Prozess um Fahrtkostenbetrug - Angeklagter schweigt vor Gericht
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14:58 30.10.2019
Vor dem Amtsgericht Potsdam muss sich der Linken-Politiker Torsten Krause wegen Betrugs verantworten. Quelle: dpa
Potsdam

Überraschende Kehrtwende im Gerichtssaal: Der ehemalige Landtagsabgeordnete der Linken, Torsten Krause, will sich nicht, wie angekündigt, zum Vorwurf des Fahrtkostenbetruges einlassen. Am zweiten Verhandlungstag am Mittwoch vor dem Potsdamer Amtsgericht schwieg der 38-Jährige. Auch seine Verteidigerin verlas keine schriftliche Erklärung. Das hatte sie im letzten Termin angekündigt. Einen Grund nannte sie nicht.

Anklage wegen gewerbsmäßigen Betruges

Dem ehemaligen Büroleiter von Ex-Sozialministerin Diana Golze (Linke) wirft die Staatsanwaltschaft Potsdam Betrug mit Fahrtkosten vor. Er soll von 2005 bis 2012 während seiner Tätigkeit als Abgeordneter im Landtag über 72.000 Euro Fahrtgeld zu Unrecht kassiert haben, weil er gegenüber der Landesverwaltung angab, nach Lychen (Uckermark) gezogen zu sein. Tatsächlich, so der Vorwurf, wohnte er in Potsdam und in Berlin. Krause ist wegen gewerbsmäßigen Betruges angeklagt.

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15 Zeugen waren zum zweiten Prozesstag am Mittwoch geladen. Nicht alle konnte das Gericht hören. Einige waren nicht gekommen, ein Zeuge, ein ehemaliger Nachbar des 38-Jährigen, war bereits verstorben. Die übrigen wurden von der Richterin, der Staatsanwältin und der Verteidigerin dazu befragt, ob Krause tatsächlich in Lychen gewohnt hat.

Wo jemand seinen Lebensmittelpunkt tatsächlich habe, ob er ihn nach der Familie oder der Arbeit ausrichte, das könne nur jeder für sich festlegen, sagte ein Zeuge und ehemaliger Nachbar, der Krause vor allem aus seiner Arbeit im Kreistag kannte. Am Freitag (9 Uhr) will das Gericht weitere Zeugen hören.

Von RND/dpa

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