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Brandenburg Prozess um Stoß in Oder – Verurteilung wegen versuchten Mordes beantragt
Brandenburg Prozess um Stoß in Oder – Verurteilung wegen versuchten Mordes beantragt
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14:36 02.12.2019
In dem Verfahren am Frankfurter Landgericht wurden Freiheitsstrafen für die Angeklagten gefordert. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
Frankfurt

Im Prozess um einen lebensgefährlichen Stoß in die Oder haben Anklage und Nebenklage am Montag eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes gefordert. In dem Verfahren am Frankfurter Landgericht beantragten sie für die 31-jährige Angeklagte eine Freiheitsstrafe von acht, für die 19 Jahre alte Mitangeklagte eine Jugendstrafe von sechs Jahren.

Tod billigend in Kauf genommen

Die beiden Frauen hatten während der Beweisaufnahme zugegeben, eine 34-Jährige zunächst gemeinsam mit anderen stundenlang misshandelt, ihr Drogen verabreicht und sie kurz vor Mitternacht des 7. Januar dieses Jahres in Frankfurt (Oder) in den nur drei Grad kalten Grenzfluss gestoßen zu haben. Beide hätten den Tod der jungen Frau zumindest billigend in Kauf genommen, um die Misshandlungen an ihr zu vertuschen, hieß es in den Plädoyers.

Opfer bis heute traumatisiert

Das Opfer war durch die starke Strömung zunächst mehr als 100 Meter abgetrieben, hatte sich dann aber an einer Leiter selbst aus dem Wasser ziehen können. Die körperlichen Verletzungen seien verheilt, die seelischen Folgen jedoch erheblich, sagte die Nebenklagevertreterin in ihrem Plädoyer. Die 34-Jährige sei bis heute traumatisiert. Ob und wann sie sich davon erhole, sei ungewiss. Am Montagnachmittag wird ein Urteil erwartet.

Von RND/dpa

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