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Brandenburg RE 6-Ausfall: Scharfe Kritik an der Landesregierung
Brandenburg RE 6-Ausfall: Scharfe Kritik an der Landesregierung
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14:03 07.02.2017
Quelle: Christian Schmettow
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Potsdam

Der Ärger über die Ausfälle beim Prignitz-Express ist noch immer groß. Innerhalb weniger Tage kam es im Motorblock zweier Fahrzeuge zu einer Rauchentwicklung. Der Regionalbahn-Verkehr auf der Strecke zwischen Wittenberge und Berlin wurde ausgesetzt.

Die „Notlösung“ – Schienenersatzverkehr – stößt bei vielen Reisenden auf wenig Verständnis. Wütende Fahrgäste sprechen von chaotischen Zuständen. Die Bahn hat Abhilfe versprochen, doch eine Entspannung wird es so schnell nicht geben.

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CDU beantragt Sondersitzung

Jetzt hat die Regio-Misere auch den brandenburgischen Landtag erreicht. Die CDU-Fraktion hat eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses des Landtages Brandenburg beantragt, „um über Maßnahmen gegen den kompletten Zugausfall auf Teilstrecken des RE 6 zu beraten“. Rainer Genilke, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, begründete diesen Schritt mit der großen Bedeutung des Regionalverkehrs für die Brandenburger in der betroffenen Region. „Das Chaos mit dem RE 6 trifft tausende Bürger vollkommen unvermittelt“, so Genilke. Die Verärgerung im Nordwesten Brandenburgs über diesen Totalausfall sei „absolut verständlich“.

Unternehmerverband findet deutliche Worte

Der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V. (UV) hat die Ankündigung der Deutschen Bahn, ab 6. Februar den Zugverkehr auf der Regionallinie RE 6 teilweise einzustellen, mit „Befremden“ aufgenommen.

Es ist verständlich, so der UV, dass die Bahn auf Sicherheit setzt und nach den technischen Zwischenfällen die Züge überprüft. Unverständlich sei es jedoch, dass kein Ersatz bereitgestellt werde und die Fahrgäste auf andere Verkehrsmittel ausweichen müssten. „Die Entscheidung der Bahn richtet sich gegen die Wirtschaft in der Region Nordwestbrandenburg. Längere Fahrzeiten und verspätet zur Arbeit sind spürbare Auswirkungen“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Man sei verwundert, „wie die Landesregierung die Bahn widerspruchslos agieren lässt. Immerhin handelt es sich bei öffentlicher Infrastruktur um hoheitliche Aufgaben des Landes“.

Von MAZonline

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