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Brandenburg Urteil: Radelnder Grapscher muss 4500 Euro Strafe zahlen
Brandenburg Urteil: Radelnder Grapscher muss 4500 Euro Strafe zahlen
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00:22 22.12.2018
Sexuelle Belästigung vom Fahrradsattel aus.
Sexuelle Belästigung vom Fahrradsattel aus. Quelle: dpa
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Berlin

Ein radelnder Grapscher ist in Berlin gerichtlich verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sah es als erwiesen an, dass der 28-Jährige sieben Mal von hinten an Frauen herangeradelt und ihnen im Vorbeifahren auf den Po geschlagen hatte. Am Mittwoch wurde er deshalb wegen sexueller Belästigungen sowie Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt. Der Täter hatte zuvor gestanden und um Entschuldigung gebeten.

Täter schlug mit voller Wucht auf den Po

Zu den Taten war es in der Zeit von Januar bis April 2017 in den Stadtteilen Hohenschönhausen und Prenzlauer Berg gekommen. „Er holte mit voller Wucht aus und schlug auf den Po“, schilderte eine 22-jährige Frau im Prozess. Sie sei damals mit ihren Kindern auf dem Weg zur Kita gewesen, erzählte sie: „Ich war total geschockt.“ Eine 29-Jährige berichtete, sie habe drei Tage unter Schmerzen gelitten. Zwei der vier betroffenen Frauen wurden wiederholt Opfer des Radfahrers.

Alkohol und Kokain konsumiert

Der vielfach vorbestrafte Angeklagte sagte, er habe damals wegen einer „schwierigen Trennung“ viel Alkohol und Kokain konsumiert. Wie es zu den Übergriffen kam, könne er sich heute nicht mehr erklären. Zudem sei er arbeitslos gewesen. Er hoffe, dass er demnächst wieder in seinen früheren Job bei der Müllabfuhr zurückkehren könne.

Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Strafantrag gestellt. 

Von Kerstin Rebein