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Brandenburg Rassismus von Beginn an entgegentreten
Brandenburg Rassismus von Beginn an entgegentreten
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12:00 26.01.2017
Dietmar Woidke. Quelle: dpa
Potsdam/Oranienburg

Zum 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zum Engagement gegen Rechtsextremismus und Populismus aufgerufen. „Die Blutspur, die der Faschismus durch Europa gezogen hat, ist ewige Mahnung, Fremdenhass und Rassismus von Beginn an entschieden entgegenzutreten“, erklärte Woidke am Donnerstag in Potsdam: „Wir sind es den Millionen Opfern des Nationalsozialismus schuldig, wachsam zu sein und Geschichtsverdrehern nicht auf den Leim zu gehen.“

Das KZ Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit. Daran wird am Freitag auch in Brandenburg mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnert. Zur zentralen Veranstaltung des Landtags und der Gedenkstätte Sachsenhausen werden unter anderem Vize-Landtagspräsident Dieter Dombrowski (CDU), der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Christian Görke (Linke), Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Justizminister Stefan Ludwig (Linke) in Oranienburg erwartet.

Die Geschichte lehre, dass „fremdenfeindlichen Sprüchen sehr schnell gewalttätige fremdenfeindliche Taten folgen können“, betonte Woidke, der am Freitag an der Gedenkveranstaltung des Deutschen Bundestags für die Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen will. Rechtspopulisten propagierten derzeit europaweit vor dem Hintergrund der dramatischen Konflikte in der Welt vermeintlich einfache Lösungen, „die jedoch keine sind“.

Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen stehen in diesem Jahr die Opfer des NS-Terrors im Zellenbau des Konzentrationslagers, der im Februar 1937 fertiggestellt wurde und bis 1945 als Gestapo- und Lagergefängnis diente. Dort waren auch zahlreiche prominente Häftlinge wie der evangelische Pfarrer Martin Niemöller, der evangelische polnische Bischof Julius Bursche und der Hitler-Attentäter Georg Elser inhaftiert.

Die KZ-Gedenkstätte Ravensbrück erinnert in diesem Jahr an die Opfer der sogenannten „Aktion 14f13“, bei der auch zahlreiche jüdische Häftlinge ermordet wurden. Weitere Gedenkveranstaltungen sind in Brandenburg unter anderem in Potsdam, Neuruppin, Teltow, Eberswalde, Frankfurt an der Oder und an der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel geplant.

Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde von den Vereinten Nationen 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. In Deutschland wird der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar seit 1996 begangen.

Von epd

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