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Brandenburg Raupe aus Asien frisst sich durch
Brandenburg Raupe aus Asien frisst sich durch
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13:23 24.03.2019
Eine Raupe des Buchsbaumzünslers frisst Blätter. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Berlin

Der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler breitet sich in Berlin immer weiter aus. 2014 wurde der Schmetterling, dessen Raupen auf Buchsbäumen leben und ganze Bestände kahlfressen, erstmals in der Hauptstadt entdeckt. 2017 konnte laut Senatsverwaltung für Umwelt ein flächendeckender Befall im gesamten Stadtgebiet festgestellt werden.

Parks, Friedhöfe und private Gärten betroffen

„Buchs wächst ja in allen historischen Parkanlagen, da ist das ein großes Problem“, sagt Christian Hönig, Fachreferent für Baumschutz beim Bund für Umwelt und Naturschutz Berlin. Hinzu kämen Bestände auf Friedhöfen und in privaten Gärten. Kurz: Der Buchsbaumzünsler findet in der Stadt genug Futter.

Warmes Wetter begünstigt Ausbreitung

Damit zu kämpfen hat unter anderem die Stiftung preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), die in Berlin die Schlossgärten Charlottenburg und Schönhausen, den Park Glienicke und die Pfaueninsel betreut. Die Schadensbilanz 2017 sei enorm, nahezu alle Anlagen seien betroffen gewesen. Das warme Wetter im Sommer 2018 habe die Ausbreitung weiter begünstigt.

Befall kaum eingedämmt

Mit zusätzlichem Schnitt und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln versucht man in den Schlossgärten und Parks, gegen die gefräßigen Raupen vorzugehen. Bislang habe man den Befall aber nicht eindämmen können.

Nicht nur in den Parks der Hauptstadt, auch in vielen privaten Gärten breitet sich der Buchsbaumzünsler aus. Dass hier häufig zu Pestiziden gegriffen wird, sieht Naturschützer Hönig kritisch. Gerade Hobbygärtner würden die Mittel oft falsch einsetzen. „Da werden dann nicht nur die Raupen, sondern auch alle anderen Lebewesen auf den Pflanzen getötet.“ Ohnehin müsse man nicht immer zu Gift greifen. Vielmehr empfehle er, nicht nur auf Buchs, sondern auch auf andere Sträucher zu setzen.

Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Die Senatsverwaltung rät Gartenbesitzern, Buchsbäume regelmäßig zu kontrollieren, um einen etwaigen Befall frühzeitig zu erkennen. Durch einen frühzeitigen Schnitt bis spätestens Ende Mai könnten überwinternde Jungraupen entfernt werden. Pflanzenschutzmittel wirken, sofern sie eingesetzt werden müssen, nur bevor die Raupen sich verpuppen. Ihr Einsatz sei Ende April und Anfang Mai sinnvoll. Wer es schafft, dass sich Spatzen im Garten ansiedeln, hat Glück: Die Raupen des Zünslers sind eine ihrer Lieblingsspeisen.

Schlösserstiftung kann keine Prognose für 2019 abgeben

Ob der Buchsbaumzünsler sich 2019 wieder so stark wie in den vergangenen beiden Jahren ausbreitet, kann die Schlösserstiftung nicht vorhersagen. Bisher habe man noch keine Raupen entdeckt. Doch lange werden die kleinen Schädlinge wohl nicht mehr auf sich warten lassen.

Von MAZonline