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Brandenburg Razzien gegen Reichsbürger: Haben sie Terror geplant?
Brandenburg Razzien gegen Reichsbürger: Haben sie Terror geplant?
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19:15 08.04.2018
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Karlsruhe

In Brandenburg, Berlin und Thüringen hat die Bundesanwaltschaft am Sonntagmorgen Wohnungen von acht Personen wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung durchsuchen lassen. Die Verdächtigen sollen der sogenannten Reichsbürgerszene angehören und sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben, teilte die Behörde am Sonntag in Karlsruhe mit.

Tötung von Menschen in Betracht gezogen

Dabei sollen die Beschuldigten „auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten“ und sich „zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben“. Sie stünden im Verdacht, gegen das Waffenrecht verstoßen zu haben. Festnahmen seien bislang nicht erfolgt, hieß es. Es gab darüber hinaus auch Durchsuchungen bei nicht verdächtigen Personen.

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Auch GSG 9 im Einsatz

Die Durchsuchungen dienten den Angaben zufolge „dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren“. Insbesondere solle „geklärt werden, ob die Beschuldigten tatsächlich über Waffen verfügen“. Daher seien auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes im Einsatz gewesen.

Noch keine genauen Angaben

Wo genau die Razzien stattfanden und ob Waffen gefunden wurden, wollte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Nachmittag noch nicht bekanntgeben. Die Razzien stünden aber nicht im Zusammenhang mit der Gewalttat am Samstag in Münster, betonte die Bundesanwaltschaft.

Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Sie behaupten stattdessen, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

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