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Brandenburg Bahn will 350 Millionen von Bombardier
Brandenburg Bahn will 350 Millionen von Bombardier
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07:55 14.05.2014
Jahrelang gab es Chaos bei der Berliner S-Bahn. Quelle: dpa
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Berlin

Der Streit zwischen der Deutschen Bahn und dem Hennigsdorfer Zugbauer Bombardier um angeblich mangelhafte S-Bahn-Züge wird ab heute vor Gericht ausgetragen. Ein letzter Versuch, sich außergerichtlich zu einigen, war am Montagabend gescheitert, wie ein Bahnsprecher gestern bestätigte. Die Bahn macht ihren Lieferanten für das jahrelange Chaos bei der Berliner S-Bahn mitverantwortlich und fordert 350 Millionen Euro Schadenersatz. Die Züge der Baureihe 481/482 seien technisch nicht ausgereift gewesen. Kritiker machten jedoch Sparvorgaben der Bahn und Wartungsmängel für die S-Bahn-Krise verantwortlich.

Bombardier-Sprecher Immo von Fallois sagte der MAZ, sein Unternehmen sei bereit, sofort an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Wir sind und bleiben gesprächsbereit und lösungsorientiert", sagte er. "Wir haben schließlich eine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern im Hennigsdorfer Werk."

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Aus Kreisen den Bahnindustrie hieß es gestern, eine außergerichtliche Einigung sei trotz Prozessbeginn weiterhin nicht unwahrscheinlich, die Gespräche zwischen der Bahn und Bombardier hätten schon kurz vor dem Durchbruch gestanden. Allerdings gebe es innerhalb der Bahn Unstimmigkeiten, woran die Gespräche letztlich gescheitert seien. Auch eine Vermittlung aus dem "politischen Raum" sei nicht ausgeschlossen.

Im Prinzip sind beide Unternehmen aufeinander angewiesen: Bombardier bewirbt sich gerade um einen weiteren Großauftrag für den Berliner S-Bahn-Ring. Auch die Bahn hat wenige Alternativen zu dem Zugbauer.

Bombardier hatte erst kürzlich mit dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze in seinem Werk in Hennigsdorf gedroht. Hintergrund ist das Ausschreibungsverfahren um den Betrieb der Berliner S-Bahn. Sollte Bombardier den Auftrag nicht gewinnen, hat das Unternehmen "Anpassungen" angekündigt. Der Auftrag sichere grob gerechnet 1000 Arbeitsplätze, so Bombardier.

dpa

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