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Brandenburg SPD fällt in Brandenburg hinter die AfD zurück
Brandenburg SPD fällt in Brandenburg hinter die AfD zurück
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09:27 19.01.2017
Wenn heute Bundestagswahl wäre... Quelle: Detlev Scheerbarth
Potsdam

Die Brandenburger AfD hat gute Aussichten, bei der Bundestagswahl im Land Brandenburg mehr Stimmen zu holen als die SPD. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Demnach würde sich jeder fünfte Wähler in Brandenburg (20 Prozent) bei der Bundestagswahl derzeit für die AfD entscheiden, die SPD bekäme 19 Prozent.

Klarer Spitzenreiter im Rennen um die Wählergunst wäre derzeit die CDU mit 30 Prozent der Stimmen, die Linke käme 16 Prozent. Die Grünen kämen auf 6 Prozent, die FDP auf 5 und die sonstigen Parteien auf 4 Prozent der Stimmen. Die Bundestagswahl findet voraussichtlich am 24. September 2017 statt. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen.

Anderes Ergebnis in Brandenburg

Ganz anders sieht die politische Stimmung in Bezug auf die Landespolitik aus. Würde der Landtag in Brandenburg derzeit neu gewählt, könnte die SPD mit 30 Prozent der Stimmen rechnen und damit ihr Umfrage-Ergebnis von September 2016 halten. Sie läge auch nur knapp zwei Prozent hinter ihrem Landtagswahlergebnis von 2014.

Die CDU würde um vier Prozent zulegen und bei 21 Prozent landen. Knapp hinter den erstarkten Christdemokraten folgt die AfD, die leicht an Zustimmung einbüßt und mit 18 Prozent wieder hinter die CDU zurückfällt.

Sorgen muss sich Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) um den Koalitionspartner machen. Die Linke büßt der Umfrage zufolge zwei Prozentpunkte ein und liegt aktuell noch bei 15 Prozent. Eine eigene Mehrheit im Potsdamer Landtag hätte Rot-Rot folglich nicht mehr.

Die Koalitionäre scharen laut Forsa-Umfrage 45 Prozent der Märker hinter sich, während die Opposition aus CDU, AfD und Grünen auf 46 Prozent kommt – die FDP würde nach aktuellem Stand den Einzug ins Parlament knapp verpassen.

» Mehr dazu am Mittwoch, 19. Januar 2017, in der Märkischen Allgemeinen Zeitung und auf www.MAZ-online.de.

Hintergrund zur Umfrage

Im Rahmen der Untersuchung wurden durch das Institut Forsa 1003 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger des Landes Brandenburg befragt.

Die Erhebung erfolgte vom 9. Bis 13. Januar 2017.

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Von MAZ

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