Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Saubere Luft in der Lausitz
Brandenburg Saubere Luft in der Lausitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:53 24.09.2013
Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Quelle: dpa
Potsdam

Der Energiekonzern Vattenfall hat sich gegenüber dem Land Brandenburg verpflichtet, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) bis 2030 deutlich zu reduzieren. Laut der am Dienstag in Potsdam geschlossenen Vereinbarung zwischen der Landesregierung und dem Unternehmen sollen 2030 rund 72 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen werden als 1990. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einem „starken Signal in Richtung Lausitz”.

Den entsprechenden Vereinbarung haben neben Dietmar Woidke auch Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka und der für den Lausitzer Bergbau Verantwortliche, Hartmuth Zeiß, unterschrieben.

Es gibt aber noch Fragezeichen. Unklar blieb etwa, ob zum Erreichen der Ziele die umstrittene Technik zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) notwendig sein wird. In der Vereinbarung heißt es, das gesetzte Klimaziel sei für Vattenfall in der Lausitz mit CO2-Abscheidung erreichbar. „Wir haben perspektivisch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir eine CCS-Anlage bauen können”, sagte Vattenfall-Chef Hatakka. In der Pilotanlage Schwarze Pumpe habe man demonstriert, dass die Technologie funktioniere. Vattenfall-Kollege Zeiß ergänzte, mit dem Neubau einer CCS-Anlage in Jänschwalde könne man die dortigen jährlichen CO2-Emissionen von 20 Millionen auf fünf Millionen Tonnen senken.

Wirtschaftsminister Christoffers betonte dagegen nochmals: „Es wird in Brandenburg kein CO2 gespeichert werden.” Nötig sei daher eine europäische Lösung. In Deutschland war die geplante großflächige CCS-Erprobung auf so großen Widerstand in den Ländern gestoßen, dass sie vorerst nicht möglich ist. Denkbar wäre alternativ die Speicherung in tiefen Gesteinsschichten unter der Nordsee. Dazu müsste das Gas über Rohrleitungen dorthin transportiert werden.

Der Energiekonzern verpflichtet sich in der Vereinbarung zudem, in den kommenden Jahren 15 Millionen Euro in Forschung zu investieren, um die Flexibilität der Kraftwerke zu erhöhen. Weitere 12 Millionen sollen fließen, um die Effizienz zu steigern. Auch Projekte im Bereich erneuerbarer Energien will Vattenfall vorantreiben, etwa am Hybridkraftwerk Prenzlau (Uckermark) oder in Form von Windkraftparks in alten Braunkohletagebaugebieten.

Grünen-Fraktionschef Axel Vogel nannte die Vereinbarung „Augenwischerei”. Er forderte, jeweils schon Zielmarken für die Jahre vor 2030 festzuschreiben. „Erst 2012 hat sich Vattenfall damit gebrüstet, soviel Braunkohle wie nie zuvor verstromt zu haben. Sich nun als Klimaschützer aufzuführen, ist wenig glaubwürdig”, kritisierte Vogel. Der Bau eines Systems zum Transport von abgeschiedenem Kohlendioxid sei zudem reines „Wunschdenken”.

Der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Steeven Bretz, sagte, die Vereinbarung sei zur richtigen Zeit das richtige Signal, dass in Brandenburg die Braunkohle gebraucht werde. Es sei richtig, in diesem Bereich die CO2-Emissionen zu senken. dpa

Brandenburg Bahn schließt Brandenburgs Haltepunkte aus - Märkische Bahnhöfe ohne kostenloses WLAN

Kostenlos im Netz surfen, während man auf den Zug wartet - das ist bundesweit nun an vielen größeren Bahnhöfen möglich. Allein in Berlin bieten sieben Bahnhöfe diesen Service an. In Brandenburg sind die Fahrgäste dagegen von der Möglichkeit komplett abgeschnitten.  

24.09.2013
Brandenburg Polizei durchsucht "Red Devils" wegen Türsteher-Mord - Mordermittlungen bei märkischen Rockern

Die Polizei ermittelt im brandenburgischen Rockermilieu wegen des Mordes an einem Türsteher einer Berliner Diskothek. Am Dienstag suchten die Polizisten in einem Rocker-Vereinsheim in Seelow (Märkisch-Oderland) nach Hinweisen. Sie durchsuchten auch mehrere Autos.

24.09.2013

Zwei Straftäter aus dem Berliner Maßregelvollzug sind weiter auf der Flucht. Nach ihnen werde noch immer gefahndet, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die psychisch kranken Männer sind seit Juli und seit einigen Wochen nicht mehr gesehen worden.

24.09.2013