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Brandenburg Schellnhuber nimmt Blue Planet Preis entgegen
Brandenburg Schellnhuber nimmt Blue Planet Preis entgegen
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16:02 19.10.2017
Hans Joachim Schellnhuber
Hans Joachim Schellnhuber Quelle: dpa
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Potsdam

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (Pik), Hans Joachim Schellnhuber, hat am Mittwoch in Tokio den mit über 375 000 Euro dotierten Blue-Planet-Preis entgegengenommen. Die Asahi-Glass-Stiftung würdigte Schellnhuber damit für die Begründung des neuen Forschungsfeldes der Erdsystemanalyse. Diese Forschung untersucht die Wirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt, insbesondere auf das Klima, die Ozeane, die Ökosysteme und die räumliche Struktur der Landoberfläche. Am Pik ist für sie eine eigene Abteilung zuständig. Einer der größten Leistungen Schellnhubers sei es, „das Ausmaß der Herausforderung der Klimastabilisierung sowohl einer breiten Öffentlichkeit als auch Entscheidungsträgern kommuniziert zu haben“, erklärte der Vorsitzende des Auswahlkomitees, Yoshihiro Haya­shi, bei der Zeremonie, an der auch der japanische Prinz Aki­shino teilnahm. Seit 1992 ehrt die Asahi-Glas-Stiftung mit dem Blue-Planet-Preis Wissenschaftler, die helfen, globale Umweltprobleme zu lösen. Schellnhuber ist nach dem Meeresgeologen Eugen Seibold erst der zweite Deutsche, der diesen „Nobelpreis der Umweltforscher“ erhält. Schellnhuber rief in seiner Dankesrede zu einem globalen Wirtschaftswandel auf: „Deutschland und Japan müssen bei diesem Wettrennen gegen eine globale Katastrophe die Führung übernehmen.“

Von Rüdiger Braun

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