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Brandenburg Schutzgemeinschaft schlägt Alarm: Tonnenweise Müll in Brandenburgs Wäldern
Brandenburg Schutzgemeinschaft schlägt Alarm: Tonnenweise Müll in Brandenburgs Wäldern
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18:04 18.05.2020
Bauschutt und sonstiger Sondermüll wurde im Wald bei Boddin in der Prignitz illegal entsorgt. Quelle: Bernd Atzenroth
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Potsdam

Brandenburgs Wälder werden nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald immer öfter als Müllkippe missbraucht. Wie der Verein am Montag in Potsdam mitteilte, holten die Förster im vergangenen Jahr 6.500 Kubikmeter Müll aus dem Wald. Dafür seien 32.000 Arbeitsstunden aufgewendet worden. Aus Erhebungen des Landesumweltministeriums gehe hervor, dass die illegal in Wäldern entsorgte Müllmenge gegenüber 2013 um rund ein Fünftel zugenommen habe.

 

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Der 2019 in den Oberförstereien gesammelte Müll liege um 455 Kubikmeter über der Menge von 2017, erklärte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Besonders besorgniserregend sei, dass immer häufiger Spezialfirmen beauftragt werden müssten, um Sondermüll wie Haushaltsgeräte, verunreinigte Gemische oder Bauschutt aus den Wäldern zu beseitigen. Nur so könne eine Kontaminierung des empfindlichen Waldbodens gestoppt und eine Auswaschung in das Trinkwasser vermieden werden.

Forstverwaltung hat nicht genug Mitarbeiter

Der Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Brandenburg, Felix Mueller, reagierte empört auf die Zahlen: „Es erfüllt mich mit größtem Unverständnis, dass Menschen gerade in diesen Zeiten die besondere Bedeutung unserer Wälder mit Füßen treten und tonnenweise Müll in der Natur hinterlassen.“ Der kürzlich von der Landesregierung verschärfte Bußgeldkatalog für illegale Müllentsorgungen werde vermutlich nur wenig Abhilfe schaffen. Die Forstverwaltung benötige vielmehr dringend mehr Personal.

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Von MAZonline

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