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Brandenburg Grenze zu Polen: Große Teile des Schweinepest-Schutzzauns in der Uckermark gestohlen
Brandenburg

Schweinepest: Große Teile des Schutzzauns in der Uckermark gestohlen

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15:37 04.10.2021
Große Teile des Schweinepest-Zauns wurden in der Uckermark gestohlen.
Große Teile des Schweinepest-Zauns wurden in der Uckermark gestohlen. Quelle: Stefan Sauer/dpa (Collage)
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Prenzlau

In der Uckermark sind große Teile des Zauns gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gestohlen worden. Bei Kontrollen durch den Landkreis sei am Wochenende festgestellt worden, dass sowohl Zaunmaterial als auch Batterien „in Größenordnungen“ entwendet wurden, sagte Sprecherin Ramona Fischer am Montag. Der Kreis schätzte den Schaden auf eine Summe im vierstelligen Bereich.

Die Tierseuche hat sich mittlerweile vom Süden Brandenburgs bis in den Norden ausgebreitet. Im Landkreis Uckermark gab es bislang zwei ASP-Fälle. Entlang der gesamten Grenze nach Polen ist in Brandenburg bereits eine feste Wildschweinbarriere zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest errichtet worden. Angesichts des gefährlichen Seuchengeschehens aus Westpolen wird derzeit ein zweiter Zaun zur Errichtung eines Schutzkorridors gebaut.

Mehr als 1700 Schweinepest-Fälle

Landesweit wurde bislang bei insgesamt 1778 Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt – die meisten Fälle gab es in den Kreisen Oder-Spree (852), Märkisch-Oderland (281), Spree-Neiße (272) und der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) mit 271 ASP-Fällen.

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Nach Worten der Landkreissprecherin handelt es sich nicht nur um Diebstahl sondern es würden auch die Bemühungen aller Beteiligten gefährdet, die Tierseuche einzudämmen. Die Tat der noch unbekannten Diebe stelle deshalb auch einen Verstoß gegen die Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung dar, sagte Fischer. Das könne zusätzlich mit Bußgeld in einer Höhe bis zu 30 000 Euro bestraft werden.

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Erster deutschlandweiter Fall im September 2020 in Brandenburg

Die ASP ist eine schwere Virusinfektion. Für Wild- und Hausschweine ist die Tierseuche meist tödlich, für Menschen aber ungefährlich. Im September 2020 wurde in Brandenburg der deutschlandweit erste Fall bei einem Wildschwein bestätigt. Später war auch Sachsen betroffen. Mittlerweile sind auch ASP-Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg aufgetreten. Die betroffenen Betriebe liegen in den bereits von ASP bei Wildschweinen betroffenen Landkreisen.

Von RND/dpa