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Brandenburg Schwert-Täter war schon in Brandenburg kriminell
Brandenburg Schwert-Täter war schon in Brandenburg kriminell
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15:16 02.08.2019
Blumen liegen in unmittelbarer Nähe des Tatorts in Stuttgart. Quelle: Marijan Murat/dpa
Potsdam

Der 28 Jahre alte Mann aus Syrien, der in Stuttgart einen 36 Jahre alten Deutsch-Kasachen auf offener Straße mit einem Schwert getötet hat, ist schon als Asylbewerber in Brandenburg straffällig geworden. Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin auf Anfrage bestätigte, ergingen im Jahr 2018 zwei Strafbefehle gegen Issa M.

Strafen wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung

Im ersten Fall wurde er zu einer Geldstrafe von rund 150 Euro wegen Hausfriedensbruch verurteilt, im zweiten Fall handelte es sich um häusliche Gewalt. Issa M. soll seine Freundin geschlagen haben. Dafür kassierte er eine Geldstrafe von 900 Euro. Beide Taten ereigneten sich im Jahr 2017 in Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin). Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

Der Syrer, dessen genaue Identität die Behörden derzeit noch überprüfen, war laut „Bild“ 2015 nach Brandenburg gekommen und in der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) registriert worden. Issa M. zog später von Wittstock nach Stuttgart, wo er nach Behördenangaben ebenfalls polizeibekannt ist.

Polizei geht von persönlichem Motiv aus

Das Brandenburger Innenministerium geht den Hinweisen nach Auskunft seines Sprechers Ingo Decker nach und lässt alle ausländerrechtlichen Akten zu dem Fall prüfen.

Nach der tödlichen Stichattacke will die Polizei in Stuttgart weitere Zeugen vernehmen. Darunter seien Anwohner und Bekannte des Opfers und des mutmaßlichen Täters, sagte ein Sprecher. Weiter soll das Motiv für die Bluttat vom Mittwochabend geklärt werden. Bislang gehen die Ermittler von persönlichen Beweggründen aus. Der Verdächtige soll den Angaben nach bis vor kurzem bei dem Opfer gewohnt haben. Vor dem Angriff hätten die beiden Streit gehabt, der 28-Jährige soll dann mit einer Art Schwert den 36-Jährigen erstochen haben. Umstehende filmten die grausige Tat, die wohl auch vor den Augen der Tochter des Opfers stattfand.

Haben sich Video-Filmer strafbar gemacht?

Der 36 Jahre alte Deutsche war nach dem Angriff blutüberströmt auf der Straße liegen geblieben. Zeugen verständigten die Polizei. Unter anderem mit einem Hubschrauber fahndete sie nach dem Verdächtigen und stellte ihn wenige Stunden später in der Nähe des Tatorts.

Nach der Tat kursierten mehrere Videos davon im Netz. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft, ob sich Menschen, die Videos aufgezeichnet und hochgeladen haben, strafbar gemacht haben.

Von Ulrich Wangemann

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