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Brandenburg Sechstägiger Streik bei Asklepios beendet - Weitere Aktionen geplant
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Sechstägiger Streik bei Asklepios beendet - Weitere Aktionen geplant

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14:46 27.10.2021
Sechs Tagen nach Streikbeginn sind am Mittwoch die Streiks an den Brandenburger Asklepios-Kliniken beendet. Doch ein Ende des Protests ist nicht in Sicht: Weitere Streikwellen würden kommen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke.
Sechs Tagen nach Streikbeginn sind am Mittwoch die Streiks an den Brandenburger Asklepios-Kliniken beendet. Doch ein Ende des Protests ist nicht in Sicht: Weitere Streikwellen würden kommen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. Quelle: Jens Kalaene/dpa
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Brandenburg/Havel

Nach sechs Tagen sind am Mittwoch mit dem Ende der Nachtschicht die Streiks an den Brandenburger Asklepios-Kliniken beendet worden. Weitere Streikwellen würden kommen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. In diesen Tagen werde über Beginn, Dauer und Ort entschieden.

Die Mitarbeiter seien kampfeswillig, sagte Franke. Sie nähmen wahr, dass der Arbeitgeber ihre Arbeit nicht so schätze wie die der Kollegen an den Standorten im Westen. „31 Jahre nach der deutschen Einheit fühlen sie sich diskriminiert.“ Aussagen von Asklepios, man könne keinen Tariflohn zahlen, weil es sich um ein privates Unternehmen handele, halte er für vorgeschoben. „Richtiger ist, man will nicht zahlen, weil der Gewinn sonst zu niedrig ist.“

Wann werden Ost-West-Gehälter angeglichen?

Mit den Streiks an den drei Asklepios-Standorten in Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben sollen höhere Gehälter erreicht werden. Die rund 1450 Brandenburger Beschäftigten verdienen teilweise bis zu 10 600 Euro weniger im Jahr als bei Asklepios in Hamburg. Die bislang letzte Verhandlungsrunde gab es am 22. Juni.

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Der jüngste Vorschlag der Arbeitgeber sah nach deren Angaben je nach Berufsgruppe höhere Gehälter innerhalb der zweijährigen Laufzeit bis zu 16 Prozent vor. Die Gewerkschaft widerspricht dieser Darstellung. Nach ihren Berechnungen entspräche dies einer Gehaltssteigerung zwischen 4,1 und 8,5 Prozent. Hinzu käme eine einmalige Corona-Sonderzahlung von 1200 Euro, für die es aber ein Jahr lang keine Tarifsteigerung geben solle.

Von RND/dpa