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Brandenburg Sexting: Nacktbilder auf dem Schulhof
Brandenburg Sexting: Nacktbilder auf dem Schulhof
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20:29 01.12.2013
Quelle: dpa
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Potsdam

Dies kann unerwünschte Folgen haben. „Solche Fotos zu machen ist ein Trend“, sagt Sandra Schramm vom Landesverband von „Pro familia“. In den Beratungsstellen gebe es immer mehr Nachfragen zu dem Thema. Geraten die Bilder in falsche Hände, seien die Jugendlichen oft Mobbingattacken ausgesetzt.

„Solche Auswüchse des Zeitalters der unbegrenzten Medien lassen sich auch für Brandenburg nicht ausschließen“, sagt Stephan Breiding, Sprecher des Potsdamer Bildungsministeriums. Lehrer sollten mit ihren Schülern über die Risiken reden. Einen „Warnbrief“ an die Schulen soll es vorerst nicht geben. 2010 hatte das Ministerium erstmals flächendeckend Informationen zu einem gefährlichen Trend versandt: Damals waren „Würgespiele“ angesagt. Ein 14-Jähriger aus dem Havelland war dabei gestorben.

In Niedersachsen hatten Schulleiter in einem Elternbrief wegen Nacktbildern auf Schülerhandys Alarm geschlagen. „Schulen sollten solche Vorfälle nicht verschweigen, sondern ihnen angemessen nachgehen“, fordert Andreas Menzel, Brandenburger Vertreter im Bundeselternrat. Viele Schulen hätten wohl Angst, dann in einem schlechten Licht dazustehen.

„Die Fotos sollen ein Vertrauens- und Liebesbeweis für den Empfänger sein“, erklärt Chris Höppner von der Medienwerkstatt Potsdam, die Jugendliche im Umgang mit dem Internet schult. Doch geht eine Beziehung in die Brüche, könnten die Bilder als Druck- oder Rachemittel eingesetzt werden. „Wir empfehlen, gar keine freizügigen Bilder ins Netz zu stellen, schon gar keine, auf denen der Abgebildete zu erkennen ist“, sagt er. Seien die Fotos erst einmal im Internet, hätten die Jugendlichen keine Kontrolle mehr darüber.

„Wer sich im Netz nackig macht, kann sich gleich nackig auf den Kreisverkehr stellen“, mahnt Dirk Collin von der Präventionsabteilung der Polizei in Oberhavel. Der Oberkommissar klärt in Schulen über die Risiken moderner Medien auf. Das Thema Sexting spiele dabei eine immer größere Rolle, schließlich müssten Jugendliche mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, wenn sie Intimbilder anderer verbreiten. Laut einer Studie der Hochschule Merseburg (Sachsen-Anhalt) haben 19 Prozent der 16- bis 18-jährigen Mädchen und elf Prozent der Jungen schon einmal erotische Fotos oder Filme von sich gemacht. Sechs Prozent der Befragten haben sie ins Internet gestellt.

Von Marion Kaufmann

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