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Brandenburg Ganz schön kompliziert: So kommt man zum neuen Azubi-Ticket
Brandenburg Ganz schön kompliziert: So kommt man zum neuen Azubi-Ticket
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16:54 31.07.2019
Wer hier steht, ist falsch: Das Azubi-Ticket gibt es nicht am Automaten. Quelle: dpa
Potsdam

Eine gute Sache: Auszubildende können ab dem 1. August mit dem neuen Azubi-Ticket des VBB für 365 Euro im Jahr in der Region Bus und Bahn fahren. Doch der Weg zu diesem Angebot ist etwas kompliziert. Die MAZ erklärt die Schritte:

1. Nachweis unterschreiben lassen

Voraussetzung für das Ticket ist ein Berechtigungsnachweis. Den erhalten Auszubildende bei ihrem Ausbildungsträger. Es genügt also nicht, dass der Ausbildungsbetrieb bestätigt, dass man dort eine Ausbildung absolviert. Auch eine Kopie eines Ausbildungsvertrags reicht nicht aus.

Der VBB informiert im Internet unter vbb.de/aboazubi über die Antragsstellung. Dort muss man zunächst den Antrag herunterladen, ausfüllen und vom Ausbildungsträger unterschreiben und abstempeln lassen. Das ist zum Beispiel die Berufsschule, das OSZ, die Krankenpflegeschule oder Berufsakademie. Das Papier muss unterschrieben, abgestempelt und, wie es heißt, mit einem Hologramm versehen werden. Sicher ist sicher.

Eine Liste der anerkannten Ausbildungsträger findet man hier.

2. Abo-Antrag ausfüllen

Nun muss man sich zum zuständigen Verkehrsunternehmen, also dem lokalen Bus-Anbieter, weiterklicken. Diese hat der VBB auf seiner Homepage aufgelistet.

Auf den Internetseiten des zuständigen Verkehrsunternehmen, wie zum Beispiel die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft oder die VIP in Potsdam, kann man sich den eigentlichen Antrag für das Abo herunterladen und ausdrucken. Meist findet sich das unter der Rubrik Tickets/Tarife.

Bei diesem Antrag muss man zum Beispiel die Bankverbindung zum Abbuchen der 365 Euro angeben. Außerdem fordern die Verkehrsbetriebe noch ein Foto („Lichtbild“), weil die Azubis eine VBB-fahrCard erhalten. Leider ist es offenbar im 21. Jahrhundert noch nicht möglich, das Foto einfach hochzuladen. Außerdem muss noch eine Kopie des Personalausweises beigelegt werden. Wer noch nicht 18 Jahre alt ist, benötigt außerdem noch die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Puh!

3. Abo-Antrag abgeben

Jetzt wird es noch einmal kompliziert. Denn die Anträge sehen je nach zuständigem Verkehrsunternehmen unterschiedlich aus. Manche sind eine halbe Seite groß, manche zwei Seiten lang.

Jetzt muss man noch herausfinden, wo man den Antrag abgeben darf. In der Regel ist das das Kundenzentrum oder eine Niederlassung der Verkehrsbetriebe vor Ort.

Die Regiobus Potsdam-Mittelmark informieren auf ihrer Internetseite recht übersichtlich und verständlich, was man unternehmen muss, um an das begehrte Ticket zu kommen und wo man den Antrag abgeben muss. Das machen leider nicht alle Verkehrsbetriebe.

Wer bekommt das Ticket?

Ein VBB-Abo Azubi können Auszubildende und Schüler in berufsqualifizierenden Bildungsgängen (Vollzeit), Beamtenanwärter des einfachen und mittleren Dienstes und Teilnehmer von Freiwilligendiensten beantragen, wenn der Träger als „Ausbildungsträger für das VBB-Abo Azubi“ anerkannt ist. Die Ausbildung in Berlin oder Brandenburg muss mindestens zwölf Monate mit 20 Wochenstunden betragen.

Von MAZOnline

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