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Brandenburg So teuer sind WG-Zimmer in Berlin und Brandenburg
Brandenburg So teuer sind WG-Zimmer in Berlin und Brandenburg
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19:49 14.10.2019
Medizin-Studenten im Hörsaal Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa
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Potsdam

Für 190.000 bis 195.000 Studentinnen und Studenten beginnt an diesem Montag in Berlin die Vorlesungszeit. Das geht aus einer ersten Hochrechnung der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung hervor. Damit liegt die Zahl ungefähr auf Vorjahresniveau: Laut amtlicher Statistik waren es 2018 rund 192.000 Studenten gewesen.

1989 zählte Berlin demnach 108.000 Studenten im West- und 25.000 in Ost-Berlin. „Berlin hat sich dank der Wiedervereinigung in den vergangenen drei Jahrzehnten zum größten Wissenschaftsstandort in Deutschland entwickelt“, erklärte Berlins Regierungschef und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD).

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Schnäppchen in Cottbus

Allerdings ist auch der Wohnungsmarkt ungleich angespannter als in den Jahren nach dem Mauerfall. Das zeigt eine RBB-Auswertung, die sich auf Daten des Portals wg-gesucht.de und des Moses-Mendelssohn-Instituts stützt. Der Median der ausgewerteten Angebote liegt bei 482 beziehungsweise 480 Euro/Monat.

Das bedeutet: Die eine Hälfte der Zimmer ist billiger, die andere Hälfte teurer. Die meisten angebotenen WG-Quartiere bewegen sich in einer Preisspanne zwischen 400 und 500 Euro. Das übersteigt die im Bafög-Satz vorgesehene Wohnpauschale von 352 Euro deutlich.

An den Uni-Standorten in Brandenburg sind WG-Zimmer demnach deutlich günstiger zu bekommen. Laut Zahlen des Moses-Mendelssohn-Instituts kostet es im Schnitt in Potsdam 400 Euro, in Frankfurt (Oder) 275 und in Cottbus sogar nur 262 Euro. Die teuerste Stadt für Studenten in Deutschland ist München mit durchschnittlichen Zimmerkosten von 650 Euro/Monat.

Im Gegensatz zu Berlin liegen dem Wissenschaftsministerium in Brandenburg noch keine aktuellen Studentenzahlen für das Bundesland vor. Das sei erst im November der Fall, sagte ein Ministeriumssprecher auf MAZ-Anfrage. An einigen märkischen Hochschulen sei die Einschreibefrist noch nicht abgelaufen, hieß es zur Begründung.

Von MAZonline/tk