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Brandenburg So trickst Mehdorn bei der Südbahn
Brandenburg So trickst Mehdorn bei der Südbahn
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13:51 08.10.2013
Mehdorngreiftin die Trickkiste: Er will die Bahn künstlich verkürzen. Quelle: dpa
Potsdam

Es ist ein Problem, mit dem sich die Verantwortlichen der Flughafengesellschaft und im Brandenburger Verkehrsministerium seit Monaten herumschlagen: Die Nordbahn des BER, die der Südpiste des alten Schönefelder Airports entspricht, muss demnächst saniert werden. Die Flugzeuge des Schönefelder Flughafens sollen während dieser Zeit von der neuen Südbahn des BER abheben. Der Haken: Laut Beschlusslage gilt der BER als eröffnet, sobald die neue Südbahn in Betrieb genommen ist. Und ab dann läuft automatisch der Countdown für den Flughafen Tegel. Er muss innerhalb von sechs Monaten von Netz genommen werden.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn will das unbedingt verhindern, weil immer noch ungewiss ist, wann der neue Flughafen eröffnet. Deswegen hat die Flughafengesellschaft einen bereits beim Brandenburger Verkehrsministerium gestellten Antrag auf Betriebsgenehmigung für die Südbahn wieder zurückgezogen.

„Der Flughafen wird den Antrag noch einmal überarbeiten“, sagte Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider der MAZ. „Er will eine limitierte Inbetriebnahme der Südbahn beantragen.“

Dazu greift Mehdorn in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium tief in die Trickkiste: Mehdorn will die Bahn künstlich verkürzen. Denn laut Schließungsbeschluss wird das Ende für Tegel nur eingeläutet, wenn die Startbahn des BER „mit einer Länge von mindestens 4000 Meter funktionsfähig in Betrieb genommen worden ist“.

„Die Bahn wird nicht in voller Länge freigegeben“, erklärte Bretschneider. „Damit wird sichergestellt, dass Tegel nicht geschlossen werden muss. So bleibt genügend Zeit, die Nordbahn des BER zu sanieren.“ Sollten von der Piste übergangsweise Flugzeuge starten, müssten dafür neue Routen geplant werden. Die DFS ist bereits mit entsprechenden Planungen befasst. Im Oktober könnten die Vorschläge erstmals in der Fluglärmkommission präsentiert werden.

Von Torsten Gellner

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