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Brandenburg So wichtig sind Spuren in sozialen Netzwerken für die Bewerbung
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So wichtig sind Spuren in sozialen Netzwerken für die Bewerbung

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06:18 24.02.2021
Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte darauf achten, was er über sich öffentlich macht.
Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte darauf achten, was er über sich öffentlich macht. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Potsdam

Will sich Personalchefs ein Bild von einer Bewerberin oder einem Bewerber machen, dann greifen sie gerne auf das zurück, was über sie oder ihn in sozialen Netzwerken zu finden ist. Gut zwei Drittel der Personalverantwortlichen nutzen Social-Media-Profile als Auswahlkriterium im Bewerbungsprozess. Das ergab eine Befragung des Digitalverbands Bitkom. „Die Lebensläufe von Schulabgängern sind sich ja alle sehr ähnlich. Da ist jede Information hilfreich, die man über einen Bewerber bekommen kann“, bestätigt Thoralf Marks, Experte für Berufsbildung bei den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB).

Sowohl Pluspunkte als auch Minuspunkte kannst Du Dir mit deinen Aktivitäten auf Facebook, Snapchat, Instagram oder anderen Kanälen holen. Ist da zum Beispiel sichtbar, dass Du Dich bei der Freiwilligen Feuerwehr oder beim Fußballverein im Ort engagierst, hast du einen Vorteil, sagt Marks. Aber auch wer interessante Fotos auf Instagram postet, selbst kleine Videos produziert oder durch seine Likes einen ausgeprägten Musikgeschmack beweist, kann sich möglicherweise interessanter machen.

Peinliche Inhalte lassen sich oft nicht sofort und vollständig löschen

Allerdings könnten im Netz auch peinliche Inhalte über Dich zu finden sein, die ein möglicher Arbeitgeber nicht sehen sollte. Fotos von der letzten Party oder vom Abhängen mit Freunden machen keinen guten Eindruck. Da ist es gut, solche Bilder höchstens den Freunden zu zeigen, nicht aber im öffentlichen Teil der Netzwerke sichtbar zu machen. Auch radikale oder gewaltverherrlichende Statements machen sich nicht gut. Sind solche negativen Einträge oder Fotos über Dich im Netz, solltest Du Dich bemühen, sie möglichst wieder löschen zu lassen. Das klappt allerdings nicht immer sofort und vollständig. In vielen Fällen kannst Du trotzdem eine Chance haben. „Feierbilder im Netz müssen nicht von Nachteil sein, wenn auf dem Zeugnis keine unentschuldigten Fehltage eingetragen sind“, betont Marks. Voraussetzung ist natürlich, dass Du im Vorstellungsgespräch einen interessierten Eindruck machst.

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Von Ulrich Nettelstroth