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Brandenburg Sommerwetter lässt Pilze sprießen
Brandenburg Sommerwetter lässt Pilze sprießen
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16:09 04.07.2013
Pfifferlinge lieben Wärme und Feuchtigkeit. Quelle: dpa
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Potsdam

Pilzsammler kommen derzeit in märkischen Wäldern besonders bei Pfifferlingen auf ihre Kosten. Bei der günstigen Witterung seien viele Exemplare in Laubwäldern zu finden, später auch in Kiefernwäldern, sagte am Donnerstag Wolfgang Bivour, Vorsitzender des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen. Außerdem könne man verschiedene Täublingsarten sammeln sowie vereinzelt Rotfuß-Röhrlinge, Hexen-Röhrlinge und Sommersteinpilze. Derzeit wachse auch der essbare Perlpilz gut, der jedoch leicht mit dem giftigen Pantherpilz verwechselt werde.

Für das weitere Wachstum der Pilze im Sommer sei genügend Niederschlag erforderlich, aber auch nicht zu viel davon. Allerdings dürfe es nicht wieder so heiß werden wie vor zwei Wochen. „Temperaturen über 30 Grad sind der Pilztod”, betonte Bivour.

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Der Verbandschef verwies darauf, dass Pilzsammler bei Problemen die örtlichen Pilzsachverständigen befragen sollten. Da die meisten der 30 Berater schon älter seien, benötige der Verband dringend Nachwuchs. Das Umweltministerium hatte dem Landesverband kürzlich 2195 Euro aus Lottomitteln zugesprochen. Finanziert werden damit die Weiterbildung der ehrenamtlichen Pilzberater sowie Tagungen, Vorträge, Info-Material, Pilzlehrwanderungen und Ausstellungen.

Für einen Opa und seinen Enkel wird die Pilzsuche sicherlich immer mit dem Waldspazierngang am 3. Juli in Verbindung gebracht werden. Der 78-Jährige und der Enkel waren morgens zusammen aufgebrochen, um im Wald an der Bremsdorfer Mühle Pilze zu suchen.

Gegen 10 Uhr verloren sie sich jedoch aus den Augen. Nach vergeblicher Suche informierte der Enkel gegen 13 Uhr schließlich die Polizei. Die suchte zunächst mit eigenen Kräften, darunter auch dem Polizeihubschrauber, und prüfte ergebnislos die umliegenden Krankenhäuser ab.

Gegen 15 Uhr wurde eine Rettungshundestaffel angefordert. Kurz bevor die Suchhunde eintrafen, wurde gegen 18 Uhr gemeldet, dass der Opa selbstständig in der Wohnung in Eisenhüttenstadt eingetroffen sei. 

Da die Pilzsaison erst noch richtig beginnt und erfahrungsgemäß der Polizei noch weitere vermisste Pilzsammler gemeldet werden, bittet die Polizei jede Person, die allein oder in Gruppe in den Wald geht, ein eingeschaltetes Handy mitzunehmen, das notfalls geortet werden kann.  

red/ dpa

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