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Brandenburg So kannst du als Azubi Geld sparen
Brandenburg

Spartipps für Azubis: Wie sich in der Ausbildung Geld sparen lässt

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09:23 23.02.2021
Wer auf dem Land wohnt, kommt auch als Auszubildender oft nicht ohne Auto aus.
Wer auf dem Land wohnt, kommt auch als Auszubildender oft nicht ohne Auto aus. Quelle: Jan Woitas/dpa-ZB
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Potsdam

Wer in der Ausbildung ist, muss mit seinem Geld in der Regel sparsam umgehen. Über die Hälfte der Ausbildenden gab an, mit ihrer Vergütung nicht gut leben zu können. Das ergab eine Befragung für den Ausbildungsreport 2020 des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Berlin-Brandenburg. „Viele müssen bei ihren Eltern wohnen bleiben“, sagt Astrid Oelpenich, Jugendbildungsreferentin beim DGB. Teils unterstützten die Eltern auch bei den Lebenshaltungskosten. Eigentlich würden zwei Drittel der Befragten gerne in einer eigenen Wohnung leben. Tatsächlich gelingt dies aber nur rund einem Viertel. Eine günstigere Alternative zur eigenen Wohnung kann eine Wohngemeinschaft oder ein Azubi-Wohnheim sein. Aktuell wohnen laut Ausbildungsreport sechs Prozent in einer Wohngemeinschaft, drei Prozent im Wohnheim. Manchmal hilft auch der Ausbildungsbetrieb bei der Wohnungssuche.

ÖPNV-Anbindung ist oft schlecht

Neben hohen Mieten ist in Brandenburg die schlechte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr das wichtigste Problem. Im Ausbildungsreport bemängelten 32 Prozent der Befragten, dass der Betrieb schlecht mit Bus und Bahn zu erreichen ist. Entsprechend sagten 44 Prozent, dass sie zumindest teilweise ein Auto für die Fahrt zur Ausbildungsstelle nutzen. Auch wer dafür das Auto der Eltern nutzen kann und selbst nur die Tankrechnung bezahlt, muss tief in die Tasche greifen. Günstiger kommt, wer den Weg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen kann.

Sparen durch Secondhand-Kleidung und Selbstgekochtes

Wenn also entweder Miete oder Benzin viel Geld kosten, muss an anderer Stelle möglichst gespart werden. Dafür gibt es eine ganze Reihe von gängigen Ratschlägen. Das Girokonto etwa wird für Auszubildende kostenlos angeboten. Billige Kleidung gibt es zum Beispiel im Secondhand-Laden. Existiert keine Betriebsküche, ist günstiges Essen eventuell in einer Uni-Mensa oder öffentlichen Kantine in der Nähe zu haben. Imbiss-Verpflegung erweist sich dagegen auf Dauer weder als gesund noch preisgünstig. Da ist es besser, selbst zu kochen. Nudeln mit Tomatensoße oder Kartoffeln mit Spinat (auch aus der Tiefkühltruhe) und Ei sind einer guter Einstieg für Neulinge am Herd.

Ein Kostentreiber ist für viele das Smartphone. Hier gilt es, auf jeden Fall eine günstige Flatrate zu wählen und keine teuren Zusatzangebote zu buchen. Auf Abos für Streaming-Anbieter und ähnliches solltest Du besser verzichten. Manches gibt es auch kostenlos, zum Beispiel Bücher, Filme und Computerspiele in der örtlichen Stadtbibliothek. Auch ein Spieletreff mit Doppelkopf oder Brettspielen kann viel Spaß machen.

Unter Umständen kann Beihilfe beantragt werden

Wenn Du mit Deinem Geld nicht über die Runden kommst, kannst Du unter bestimmten Umständen auch eine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der Arbeitsagentur beantragen. Voraussetzung ist, dass Du während der Ausbildung nicht mehr bei den Eltern wohnst, weil Dein Ausbildungsplatz entweder zu weit entfernt vom elterlichen Wohnhaus ist, weil Du verheiratet bist und mit Partner oder Partnerin zusammen lebst oder ein Kind hast. Näheres dazu erfährst Du bei der Arbeitsagentur.

Mehr Infos in der E-Beilage „MAZubi digital“

Ausbildungsangebote unter maz-job.de/ausbildung

Von Ulrich Nettelstroth