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Brandenburg Spaßbäder werden zur Belastung
Brandenburg Spaßbäder werden zur Belastung
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14:51 20.11.2013
Potsdam

Ein Hallenbad, in dem die Besucher zügig Bahn um Bahn schwimmen und dann nach Hause gehen – in Brandenburg ist das eher ein Auslaufmodell. Bäderbetreiber orientieren sich heute verstärkt an Freizeiteinrichtungen. „Gerade Familien kann man mit Schwimmen als Volkssport nicht mehr überzeugen“, sagte etwa Klaus-Dieter Kurrat, Geschäftsführer des „Wildorado“-Schwimmbades in Wildau (Dahme-Spreewald). Deshalb sei in seinem Bad schon 2007 eine Riesenrutsche installiert worden. Auch die Sauna und das Wasserfahrradfahren kämen bei den Besuchern gut an.

Neue Angebote reichen jedoch meist nicht aus, um genügend Gäste anzulocken. „Ein kostendeckender Betrieb ist kaum möglich“, betonte Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg. Unter dem Strich würden die Bäder eine hohe Belastung für die Kommunen bedeuten, vor allem die Betriebskosten würden heftig zu Buche schlagen. „Die übersteigen oftmals schon nach drei, vier Jahren die Investitionskosten“, erläuterte Böttcher.

Nach Angaben des Bildungsministeriums gibt es 36 Hallenbäder im Land. Bis 2009 wurden mehr als 275 Millionen Euro in die Bäder investiert. Das Land stellte 170 Millionen Euro bereit, der größte Teil der Fördergelder kam aus dem EU-Regionalfonds. Damit seien alle Bäder seit 1990 modernisiert oder sogar neu gebaut worden.

Trotzdem ist nicht jede märkische Schwimmhalle in einem makellosen Zustand. Gerade Besucher kleinerer Anlagen auf dem Land müssen oft mit Mängeln zurechtkommen. In vielen Bädern müsste die alte Schwimmbadtechnik erneuert werden, auch um Energie zu sparen. Sogenannte Spaßbäder in der Umgebung kommunaler Schwimmhallen verursachen als Mitbewerber weitere Probleme. Als Tatsache gilt, dass ohne Saunalandschaft, Fitnesskurse und besondere Veranstaltungen heute kein Schwimmbad mehr auskommt. (Angie Pohlers)

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