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Brandenburg Stadt will Alkohol und W-Lan in Innenstadt verbieten
Brandenburg Stadt will Alkohol und W-Lan in Innenstadt verbieten
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20:59 22.05.2017
Blick auf die Stadthalle Cottbus im April 2017
Blick auf die Stadthalle Cottbus im April 2017 Quelle: dpa
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Cottbus

Wie die Cottbuser Stadtverwaltung am Montag mitteilte, will sie „schnellstmöglich ein Alkoholverbot in Teilen der Cottbuser Innenstadt erlassen“. Oberbürgermeister Holger Kelch habe am Montag die notwendigen Vorbereitungen dafür veranlasst, heißt es weiter. Vorangegangen sind demnach immer wieder Zwischenfälle auf dem Cottbuser Stadthallenvorplatz, der in Zukunft nachts besser beleuchtet werden soll. „Wir nehmen nicht hin, dass einzelne Gruppen unter Alkoholeinfluss die Stadt verunsichern“, so Kelch.

Betroffene Areale sind neben dem Stadthallenvorplatz die Puschkinpromenade mit Park und Stadtmauer, am Teehäuschen sowie der Schillerplatz. Streetworker sollen künftig flexibler eingesetzt werden. Auch der Einsatz von Videoüberwachung werde geprüft. Das Surfen per W-Lan auf dem Stadthallenvorplatz will die Stadt unterbinden: „Zudem wird Kontakt zum Betreiber des W-Lan-Hotspots auf dem Stadthallenvorplatz aufgenommen. Die Stadtverwaltung strebt das Abschalten an.“

Blutiger Junggesellenabschied am Wochenende löste Bestürzung aus

Erst am Wochenende kam es auf der Karl-Liebknecht-Straße zu einem blutigen Vorfall: Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung in der Cottbuser Innenstadt mit fünf Verletzten sucht die Polizei mit Hochdruck nach den Tätern. Bislang seien die Hintergründe noch nicht aufgeklärt, teilte eine Polizeisprecherin am Montag mit.

Am Samstagabend war es zwischen deutschen Teilnehmern eines Junggesellenabschieds und mehreren syrischen Männern zu Streitigkeiten gekommen. Kurz zuvor war die feierende Gruppe noch mit einem Bollerwagen durch die Cottbuser Innenstadt gelaufen. In der Folge des Gerangels erlitten fünf deutsche Männer im Alter von 28 bis 33 Jahren Schnitt- und Stichverletzungen. Drei von ihnen konnten mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hatte bestürzt auf den Vorfall reagiert und gemahnt, die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten, um den Vorfall bewerten zu können.

Von MAZonline

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