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Brandenburg Streik geht weiter – Verdi kämpft mit Streikbrechern
Brandenburg Streik geht weiter – Verdi kämpft mit Streikbrechern
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17:23 28.04.2015
Auch am Mittwoch ruft Verdi die Busfahrer in Brandenburg zum Streik auf.
Auch am Mittwoch ruft Verdi die Busfahrer in Brandenburg zum Streik auf. Quelle: dpa
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Berlin

Trotz des seit Montag laufenden unbefristeten Streiks im Brandenburger Nahverkehr rollen teils weiter die Busse. Die kommunalen Verkehrsbetriebe haben sich offenbar gut auf die Streiks eingestellt und können den Busverkehr zum Teil aufrecht erhalten. Ungeachtet dessen ruft Verdi auch am Mittwoch zum Streik auf.

Am Mittwoch sind vom Streik weiterhin Ostprignitz-Ruppin, die Uckermark und Barnim betroffen. Hinzu kommen die Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree, auch die Straßenbahnen in Schöneiche und Rüdersdorf werden bestreikt. Das gab Verdi am Dienstagnachmittag bekannt. Die Landeshauptstadt Potsdam ist laut Verdi am Mittwoch noch nicht betroffen.

Nun doch Streik in Frankfurt (Oder)

Darüber, ob in Frankfurt (Oder) gestreikt wird, hatte es am Dienstag zunächst unterschiedliche Meldungen gegeben. Zunächst war angekündigt worden, dass dort gestreikt wird. Dann hatte Verdi den Arbeitskampf „aufgrund umfangreicher Streikbrecher-Aktivitäten der Arbeitgeber“ sogar kurzfristig abgeblasen. Der kommunale Arbeitgeber hatte Fahrzeuge aus dem Depot an geheime Orte in der Stadt gebracht, um den Verkehr mit Streikbrechern zu gewährleisten. Am späten Dienstagnachmittag vermeldete Verdi dann, dass in Frankfurt nun doch gestreikt werde.

Nach Auskunft von Verdi-Sprecher Andreas Splanemann stammen etliche der streikbrechenden Busfahrer aus Polen, die schon in der Vorwoche von der Stadtverkehrsgesellschaft eingewiesen wurden. „Verdi wird darauf reagieren“, sagte Splanemann.

Viele Busse sind trotz Arbeitskampf unterwegs

Damit gibt es Ausstände in folgenden Unternehmen: Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, Ostruppin-Prignitzer-Personennahverkehrsgesellschaft, Barnimer Busgesellschaft, Busverkehr Märkisch-Oderland GmbH, Busverkehr Oder-Spree GmbH und die Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn.

Auch am Montag gab es schon Probleme. Denn trotz des Streiks in Ostprignitz-Ruppin fuhr das Gros der Busse. Lediglich 20 der 83 Busse waren am Montag nicht im Einsatz, sagte Ulrich Steffen, Chef der Busgesellschaft ORP. Diese Zahlen konnte Verdi-Streikleiter Marco Pavlik jedoch nicht bestätigen. Allerdings könnten dort Busse fahren, weil Subunternehmen involviert seien, die nicht bestreikt werden könnten.

Von Seiten der Arbeitgeber gibt es weiterhin kein Entgegenkommen. „Sie lassen es auf eine Machtprobe ankommen“, sagt Verdi-Sprecher Splanemann, „das ist für alle Beteiligten nicht schön“.

Von MAZonline

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